Manhattan, August 1967: Gesine Cresspahl lebt mit ihrer elfjährigen Tochter Marie in New York und arbeitet als Fremdsprachenkorrespondentin in einer Bank. Jeden Morgen kauft sie auf dem Weg zur Arbeit ihre geliebte New York Times. Das macht ihren Chef, Vice-President De Rosny, auf sie aufmerksam, und der nutzt die Gelegenheit, sie anzusprechen. Doch zu Männern hält Gesine Distanz. Auch ihr wohlhabender Verehrer Dietrich Erichson, genannt D.E., kommt nicht richtig an sie ran. Seit Jakob Abs, ihre große Liebe und Vater ihrer Tochter, zehn Jahre zuvor von einem Zug überfahren worden ist, verliert Gesine sich oft in Erinnerungen. Dann will Marie eines Tages alles über ihren Vater und die Vergangenheit wissen. So beginnt Gesine, die Familiengeschichte der Cresspahls zu erzählen...

Margarethe von Trotta drehte mit großen Aufwand eine packende Familienchronik nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Johnson. Dabei legte sie viel Wert auf historische Details, sowie auf eine feinfühlige und stimmige Charakterzeichnung. Auch wenn das Ganze manchmal zu sehr ins Melodramatische abfällt und die Verknüpfung der beiden Handlungsorte Mecklenburg und New York nicht immer ganz schlüssig ist, handelt es sich hier um eine der verdienstvollsten TV-Produktionen des Jahres 2000.

Foto: WDR/Jan Betke