Die behütete Kristin geht in ein Kloster, um innere Ruhe zu finden, und gerät dabei in einen Strudel aus Leidenschaft, Schuld und Enttäuschung. - Liv Ullmanns sensibler zweiter Spielfilm als Regisseurin nach der mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Roman-Trilogie von Sigrid Undset. Kristin führt ein gesichertes und friedliches Leben auf der Jorundgardfarm. Vor der geplanten Heirat mit Simon, den ihr Vater für sie als Bräutigam bestimmt hat, geht sie auf eigenen Wunsch in ein Kloster in Oslo. Innerhalb der Klostermauern herrscht eine Mischung aus strenger Pietät und unbeschwertem Schulmädchendasein, doch die Außenwelt ist voller Versuchungen. Kristin wird mit ihrer eigenen schicksalhaften Leidenschaft für den Ritter Erlend Nikulausson konfrontiert, der für seine zahlreichen Verhältnisse und seinen schlechten Ruf bekannt ist. Und Erlend, der vollendete Verführer, verliebt sich in Kristin. Über das Jahr werden ihre Treffen immer häufiger und leidenschaftlicher. Schließlich können sie ihr Verhältnis nicht mehr geheimhalten. Kristins zukünftiger Ehemann erscheint und ertappt das Liebespaar. Kristin muß das Kloster verlassen und geht nach Jorundgard zurück. Ihr Vater beharrt darauf zu erfahren, wer für den Verlobungsbruch verantwortlich ist, aber er findet es nicht heraus, bis Erlend offiziell einen Heiratsantrag macht. Das macht den Vater wütend, und er lehnt ab. Deshalb versucht Erlend, Kristin zu entführen.

Liv Ullmann war lange Zeit für Ingmar Bergman eine intensive Darstellerin seiner komplexen weiblichen Charaktere und spielte dann in vielen Filmen anderer Regisseure, bevor sie 1992 mit der historischen Frauenstudie "Sofie" ihren ersten Spielfilm als Regisseurin drehte. "Kristin Lavransdatter" beruht auf der gleichnamigen Roman-Trilogie der norwegischen Schriftstellerin Sigrid Undset, die dafür 1928 den Nobelpreis für Literatur bekam.