Das englische Kriegsschiff "Bounty" läuft 1787 unter Kapitän Bligh von Portsmouth nach Tahiti aus, um von dort eine Ladung Brotbäume nach Westindien zu transportieren. Bald kommt es zu Unruhen in der Mannschaft. Die Besatzung hasst Bligh, der zwar ein hervorragender Seemann, aber auch ein Menschenschinder ist. Als Bligh auf der Rückfahrt von Tahiti einige vermeintliche Deserteure in Ketten legen und beinahe verhungern lässt, bricht eine Meuterei aus ...

Frank Lloyds dramatischer Abenteuerfilm ist die erste Verfilmung der wahren Geschichte um die Meuterei auf der Bounty. Spätere Versionen (wie etwa die mit Marlon Brando Meuterei auf der Bounty oder mit Mel Gibson Die Bounty) setzten die Akzente zum Teil ganz anders, bemühten sich gegenüber Kapitän Bligh zum Teil um eine ausgewogenere Sicht. Der echte Bligh war ein ganz ausgezeichneter Seemann, aber ein lausiger Vorgesetzter. Laughton setzt in seinem Spiel die Akzente eindeutig beim Sadismus. Sein Bligh ist ein echtes Scheusal, und Laughtons Leistung macht den Film bis heute sehenswert, wogegen die einstmals beeindruckenden Schauwerte heute keinen mehr vom Hocker hauen dürften.

Foto: ZDF/ARD/Degeto