Kriminalhauptkommissar Jürgen Tauber und seine Kollegin Jo Obermaier lernen unter dramatischen Umständen die behinderte Rosi Drechsler kennen: Deren Mutter, Judith Drechsler, war nach einem schweren Überfall auf einem Rastplatz ins Koma gefallen. Niemand will von dem folgenschweren Überfall etwas gesehen haben, auch Rosi nicht, obwohl sie sich noch kurz zuvor in der Raststätte mit ihrer Mutter gestritten hatte. Auch ein Video, das eine Überwachungskamera aufgenommen hat, hilft nicht weiter, denn die entscheidenden Minuten fehlen. Tauber und Obermaier finden rasch heraus, dass die 19-jährige Rosi schwanger ist und dass ihre Mutter mit ihr offenbar auf dem Weg zu einer Abtreibungsklinik war. Über den Vater ihres Kindes schweigt Rosi beharrlich. Auch Rosis eigener Vater, Michael Drechsler, der zwar nach der Scheidung von Judith noch Kontakt zu seiner Exfrau und zu seiner Tochter Rosi hat, aber mittlerweile mit Andrea verheiratet ist, kann den Kommissaren nicht weiterhelfen. Dann deutet alles darauf hin, dass Claus Born, der behinderte Sohn des Zahnarztes Dr. Robert Born, der Vater von Rosis Baby sein könnte. Auch weil Claus zu Aggressionen neigt, kommt er als Täter in Frage. Der Verdacht spitzt sich zu, zumal es gelingt, die fehlenden Minuten auf dem Videoband zu rekonstruieren. Nur eines wird deutlich: Rosi kennt den Täter...

Krimi- und Thrillerspezialist Andreas Kleinert ("Polizeiruf 110 - Winterende", "Hurenkinder") inszenierte diesen Fall, bei dem sich die Münchner Ermittler immerhin einmal wie solche verhalten, denn nur allzu oft kamen ihre Fälle zu realitätsfremd daher. Das plausible und durchaus spannende Drehbuch lieferte das Autorenduo Matthias Pacht und Alex Buresch ("Das wahre Leben").