Kein einfacher Start für Kommissar Hanns von Meuffels, der von seinen neuen Münchner Kollegen nur bedingt akzeptiert wird. Gleich sein erster Falll beschert dem adeligen Nordlicht die tote Ehefrau eines beliebten Kollegen aus dem Präsidium. Doch schon kurze Zeit spät stellt sich heraus, dass die Tote keineswegs die Ehefrau von Kommissar Vogt, sondern deren Freundin ist. Von Meuffels allerdings ist sich sicher, dass Diana Vogt das Opfer sein sollte. Also lässt er diese rund um die Uhr bewachen ...

Nur einen Fall konnte Jörg Hube 2009 als neuer Münchner Kommissar Papen lösen, dann verstarb der beliebte Darsteller viel zu früh im Alter von nur 66 Jahren. Zwar ermittelte Hubes Partnerin Stefanie Stappenbeck noch in zwei weiteren Episoden ("Polizeiruf 110 - Die Lücke, die der Teufel lässt" und "Polizeiruf 110 - Zapfenstreich"), legte die Rolle dann aber nieder. 2011 schlüpfte der gefeierte Charakterdarsteller Matthias Brandt in die Rolle des neuen Münchner Ermittlers, der sich erst einmal Respekt in der Kollegenschaft erkämpfen muss. Dominik Graf hat dies nach einem Drehbuch von Günter Schütter ("Himmelreich auf Erden", "Doktor Knock") in Szene gesetzt. Dass er dabei offensichtlich filmisch neue Wege beschreiten wollte, ist zwar löblich, birgt aber stets auch die Gefahr, zu scheitern. Und dies gilt leider für diesen Krimi: Zwischen Experimentalfilm und Kasperl-Theater ist hier der Durchschnittszuschauer schnell überfordert. Die Figuren sprechen Kunstsätze, agieren unlogisch, Kamera und Schnitt nerven und sind oft gänzlich sinnfrei. Da nützen auch die ansonsten guten Darsteller wenig. An Brandts Seite ist die Regensburgerin Anna Maria Sturm ("Tatort - Nie wieder frei sein", "Beste Gegend") in der Rolle der Polizistin Anna Burnhauser zu sehen.

Foto: BR/Walter Wehner