Im berühmten Trans-Europ-Express "Rheingold" entdeckt Diplomat Karl-Heinz Drossbach, dass seine Frau Elisabeth ein Verhältnis mit ihrem früheren Jugendfreund Wolfgang Friedrichs hat, der als Kellner im Zug arbeitet. Im Affekt sticht er auf sie ein und flüchtet aus dem Express. Während er später dem Zug mit einem Taxi hinterher jagt, fährt seine Frau ihrem Tod entgegen ...

Autorenfilmer Nikolaus Schilling ("Der Willi-Busch-Report", "Der Westen leuchtet!") inszenierte das kammerspielartige Drama um die Abgründe der Liebe, das auch von deutscher Vergangenheit handelt, ausschließlich in dem legendären, Titel gebenden Zug. Das Buch schrieb Schilling im Aussichtswagen des Trans-Europ-Express', in dem er innerhalb von vier Wochen 12000 Kilometer zurücklegte, um Atmosphäre, Strecke und Landschaft genau zu studieren. Ihm gelang ein kunstvoll komponiertes Kino aus Bewegung, Rhythmus, Licht und Farbe. Sieben Jahre später ließ Schilling sein Melodram "Dormire" ebenfalls gänzlich in einem Zug spielen.

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