Nachdem sie durch den Tod ihres Vaters sowohl den Wohnsitz der Familie wie auch allen Wohlstand verloren haben und somit gesellschaftlich degradiert sind, suchen die beiden ungleichen Schwestern Elinor und Marianne Dashwood jeweils auf ihre ganz eigene Art nach ihrem persönlichen Glück. Aber die beiden müssen sich auch gegen den Druck gesellschaftlicher Zwänge behaupten ...

Nach einem Roman von Jane Austen entstand nach dem oscar-gekrönten Drehbuch von Emma Thompson ein Kostümdrama, das für den einen große Filmkunst darstellt, für den anderen jedoch lediglich gepflegte Langeweile verbreitet. Je länger der Film dauert, desto fraglicher scheint, was ausgerechnet Ang Lee ("Das Hochzeitsbankett", "Der Eissturm") bewogen hat, sich dieses Stoffes anzunehmen. Man kann sich nur wundern, warum das überlange Historienmelodram, was stellenweise recht uninspiriert und fade wirkt, gleich mehrere Oscars absahnte. Denn die Story erzählt nichts Neues und ist auch nicht zeitlos. Außerdem wirkt das, was bei Jane Austen noch ironisch sein sollte, hier nur nostalgisch verklärt.

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