Gegen Ende des 19. Jahrhunderts will der 17-jährige Jay Cavendish (Kodi Smit-McPhee) sich durch Amerikas Wilden Westen kämpfen, um seine große Liebe Rose (Caren Pistorius) wiederzufinden. Diese war gemeinsam mit ihrem Vater aus Schottland geflohen, dem Land aus dem auch der junge Jay stammt, da auf sie ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist.

Roses Liebhaber ist allerdings alles andere als ein typischer Westernheld, und im rauhen Westen herrschen andere Regeln, als auf Jays behüteter Heimatinsel. Zum Glück trifft er auf den harten Silas (Michael Fassbender), der ihm fortan zur Seite steht. Dass dieser der Anführer einer gefährlichen Kopfgeldjägerbande ist, ahnt der ängstliche Teenager noch nicht.

Wilder Westen mal anders

Allerspätestens seit Tarantinos "Django Unchained" ist der klassische Western in der Moderne angekommen. Und auch der noch nicht erschienene "The Hateful Eight" des Kultregisseurs ist in diesem Genre angesiedelt. Auch John Maclean versucht mit "Slow West" in diesem Metier Fuß zu fassen.

Nach dem klassischen Western-Konzept einer Reise des Protagonisten von A nach B, gesäumt mit allerlei Banditen, nimmt Macleans Streifen trotz seines Independent-Status recht schnell Fahrt auf. Gespickt mit einer großen Portion schwarzem Humor führt der Regisseur sein Publikum zunächst gehörig auf den Holzweg, denn schon bald entwickelt der Film eine große Dramatik, die keinen Platz mehr für unbedarfte Wild-West-Romantiker lässt.

Sehen Sie hier den Trailer zu "Slow West":