Jake Gyllenhaal

Feierte 2001 mit seiner Rolle in "Donnie Darko" seinen Durchbruch: Jake Gyllenhaal. Vergrößern
Feierte 2001 mit seiner Rolle in "Donnie Darko" seinen Durchbruch: Jake Gyllenhaal.
Fotoquelle: Denis Makarenko/shutterstock.com
Jake Gyllenhaal
Geboren: 19.12.1980 in Los Angeles, Kalifornien, USA

Jake Gyllenhaal hat sich als einer der viel versprechensten jungen Darsteller seiner Generation etabliert. In einer beeindruckenden und vielfältigen Auswahl an Filmen hat er es mit jedem der Charaktere, die er verkörperte, geschafft, Publikum und Kritiker gleichermaßen zu beeindrucken. Man denke nur an seine Oscar nominierte Rolle eines schwulen Cowboys in Ang Lees Drama "Brokeback Mountain" an der Seite des viel zu früh verstorbenen Heath Ledger.

Der Sohn des Regisseurs Stephen Gyllenhaal und der Autorin Naomi Foner besuchte die private Highschool Harvard-Westlake. Wie seine Schwester Maggie Gyllenhaal beschloß das Patenkind von Jamie Lee Curtis schon recht früh, in die Fußstapfen seiner Eltern und der Patentante zu treten - als Schauspieler. Seine erste frühe Kinorolle spielte er schließlich in Ron Underwoods witziger Westernkomödie "City Slickers - Die Großstadthelden", in der er den Sohn von Billy Crystal verkörperte. Den nächsten Filmauftritt hatte er dann 1993 in dem Psychodrama "Liebe, die tötet", eine Regiearbeit seines Vaters. Ebenfalls 1993 entstand das gut besetzte Roadmowie "Josh & S.A.M.", das für fünf Jahre erst einmal der letzte Kinoauftritt von Gyllenhaal blieb.

Weiter ging es erst 1998, als Gyllenhaal unter der Regie seines Vaters zur Besetzung der nicht immer schlüssigen wie klamaukhaften Kriminalkomödie "Homegrown" gehörte. Und im Jahr darauf drehte Regisseur Joe Johnston sein Gesellschaftsdrama "October Sky", in dem der junge Schauspieler in seiner ersten Hauptrolle zu bewundern war. Er schlüpfte in die Rolle des 17-jährige Homer Hickam, der - angesteckt vom Sputnik-Fieber - beschließt, Raketenbauer zu werden. Sein Vater alias Chris Cooper ist das gar nicht recht, er möchte, dass seine Sohn in der ortsansässigen Zeche arbeitet.

Ebenfalls als 17-jährigen - diesmal unter einem keimfreien Plastikzelt - sah man Jake in "Bubble Boy - Leben hinter Plastik" (2000): Jimmy Livingston hat sein bisheriges Leben auf Grund einer Immunschwächeerkrankung in einem keimfreien Plastikzelt verbracht. Seine Mutter erzieht und lehrt ihn nach ihren, manchmal auch recht eigenwilligen, moralischen Vorstellungen. Da erfährt Jimmy, dass seine angebetete Chloe alias Marley Shelton an den Niagarafällen heiraten will. Kurzerhand bastelt er sich eine mobile Anzugblase. Seinem Herzen folgend wagt sich Jimmy erstmals in seinem Leben in die weite Welt ...

Dann der Durchbruch: Für seine Leistung in der Titelrolle des hoch gelobten Regiedebüts von Richard Kelly, "Donnie Darko" (2001), bekam Gyllenhaal den Independent Spirit Award als bester Schauspieler. Der Sundance-Liebling von 2002 kombinierte mythologische Fantasy, Sciencefiction und Teenager-Romanze und zeigte Jake erstmals an der Seite seiner Schwester Maggie. Außerdem konnte man Gyllenhaal in der Komödie "Lovely & Amazing" neben Catherine Keener und Brenda Blethyn bewundern, die 2001 beim Toronto Film Festival zu den Publikums-Favoriten gehörte.

Ebenfalls ein Sundance-Favorit von 2002 war die Tragikomödie "The Good Girl" von Miguel Arteta, die Jake Gyllenhaal als jungen Mann zeigt, der sich in eine verheiratete Frau (Jennifer Aniston) verliebt und mit ihr eine leidenschaftliche Affäre beginnt. Im Herbst 2002 spielte Gyllenhaal dann neben Dustin Hoffman, Susan Sarandon und Holly Hunter in der dem Brad-Silberling-Drama "Moonlight Mile". Nicht ganz so gelungen war das Drama "Der Beweis - Liebe zwischen Genie und Wahnsinn" (2005), in dem Gyllenhaal einen Studenten an der Seite von Gwyneth Paltrow spielte, der die Genialität seines verstorbenen Professors beweisen will.

Ebenfalls 2005 entstand die Tragikomödie "Jarhead - Willkommen im Dreck", in der Gyllenhaal den Werdegang eines braven, naiven Jungen zum Soldaten, der endlich töten will, bravourös meistert. Einen junger CIA-Analysten verkörperte er zwei Jahre später in dem Thriller "Machtlos", der gegen die US-Foltermethoden gegenüber einem Terror verdächtigen Ägypter zunächst nichts unternimmt ... Beste Unterhaltung ist der ebenfalls 2007 entstandene Thriller "Zodiac - Die Spur des Killers", in dem Gyllenhaal einen Ermittler gibt, der den mysteriösen Fall endlich lösen will. Großartig ist auch sein Part als Kampfflieger auf Abwegen in dem packenden Scifi-Thriller "Source Code" (2011).

Weitere Filme mit Jake Gyllenhaal: "The Day After Tomorrow" (2004), "Brothers" (2009), "Prince of Persia - Der Sand der Zeit", "Love and other Drugs - Nebenwirkungen inklusive" (beide 2010), "End of Watch" (2012), "Prisoners", "Enemy" (beide 2013), "Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis" (2014), "Southpaw", "Everest" (2015).


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