Gesundheit und Selbstständigkeit sind für ältere Menschen gleichbedeutend mit Lebensqualität. Stürzen Senioren, kann das fatale Folgen haben. Ob Platzwunde oder schwer heilende Fraktur – die psychischen Folgen von Stürzen sind nicht zu unterschätzen. Das Vertrauen in die eigene Mobilität geht verloren, aus Sorge vor einem weiteren Sturz verlassen die Betroffenen ihre Wohnung nicht mehr und laufen Gefahr, ihr soziales Umfeld zu verlieren. Dabei ist es normal, dass im Alter die Fitness nachlässt.

Wer sich jedoch aus Angst weniger bewegt, der beschleunigt auch den Muskelabbau, was wiederum die Sturzgefahr erhöht. Ein Teufelskreis, dem man entgehen kann. Bei Gangunsicherheiten oder Sehbeschwerden ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Seh­ oder Gehhilfen können die Situation schlagartig verbessern. Ein Rollator beispielsweise ist eine Chance, die Mobilität zu erhalten und gleichzeitig die eigene Fitness zu erhöhen.

Achten Sie zudem auf ausreichend Bewegung. Es geht dabei ja nicht um sportliche Höchstleistungen. Wenn Sie beispielsweise beim morgendlichen Zähneputzen ganz leicht in die Knie gehen oder im Minutentakt von einem Bein aufs andere wechseln, haben Sie schon einen Beitrag zur eigenen Sturzprophylaxe geleistet. Denn jede Bewegung wirkt dem Muskelabbau entgegen und stärkt das Selbstwertgefühl.

Machen Sie sich zudem Stolperfallen wie Kabel und Teppichkanten bewusst, achten Sie auf ausreichende Beleuchtung, insbesondere dort, wo Sie Stufen oder Treppen zu gehen haben. Wo es auch schon mal rutschig sein kann – im Bad oder in der Küche –, sind Haltegriffe und Handläufe eine praktische Hilfe.

Auch in der dunklen Jahreszeit gilt: An der frischen Luft unterwegs zu sein, ist eine gute Idee – richtiges Schuhwerk sowie wetterfeste und gut sichtbare Kleidung vorausgesetzt. Und: Suchen Sie sich dazu Partner, die Sie draußen begleiten. Regelmäßige soziale Kontakte geben Sicherheit, sie stärken das Selbstvertrauen und verbessern so ebenfalls Ihre Fitness.