Die Leber ist eines der größ­ten Organe im menschlichen Körper. Sie ist maßgeblich am Stoffwechsel beteiligt und sorgt für die Entgiftung des Organismus.

Funktioniert die Leber nicht, besteht Lebensgefahr. Menschen mit chronischen Leberschäden leiden oftmals unter Bauchwassersucht: Bei den Betroffenen sammeln sich innerhalb von Tagen bis zu 20 Liter Flüssigkeit im Bauch. Essen und Trinken sind eine Qual.

Die beste Therapieoption ist eine Lebertransplantation. Ob und wie schnell eine Spenderleber zur Verfügung steht, ist angesichts der derzeit rückläufigen Organspenderzahlen in Deutschland kaum kalkulierbar. Außerdem kommen nicht alle leberkranken Patienten für diese Operation in Frage. Eine weitere Therapiemöglichkeit ist das Einlegen eines Shunts, einer Art Kurzschlussverbindung, die das vor der Leber gestaute Blut durch die Leber in eine herznahe Vene fließen lässt. Dadurch bilden sich Krampfadern in der Speiseröhre zurück und auch die Produktion von Bauchwasser (Aszites) wird vermindert.

Ein relativ neues Verfahren ist die Implantation einer unter der Haut eingesetzten Aszitespumpe. Durch sie wird das Bauchwasser in die Blase geleitet und auf normalem Weg ausgeschieden. Nach dem Eingriff stellt der Arzt über ein Steuerungssystem die Pumpe auf die Bedürfnisse des Patienten ein. Er kann die Menge der abzupumpenden Flüssigkeit und die Zeiten der Pumpenaktivität bestimmen. Das ansonsten immer wieder notwendige Punktieren des Bauchraumes entfällt.

Durch das konstante Abpumpen des Aszites ist es den meisten Patienten wieder möglich, Nahrung zu sich zu nehmen. Das führt zum Muskelaufbau und zur Steigerung des Wohlbefindens. Die akkubetriebene Pumpe muss regelmäßig durch kabellose Induktion von außen geladen werden. Dabei werden wichtige Betriebsdaten ausgelesen. So lässt sich die Funktion der Pumpe täglich überwachen und bei Funktionsstörungen kann frühzeitig reagiert werden.