Eine falsche Belastung oder eine falsche Körperhaltung führen in vielen Fällen zu schmerzhaften Verspannungen. In der Folge verhärtet sich die Muskulatur und die Durchblutung gerät ins Stocken. Bei akuten Rückenschmerzen ist Wärme eine effektive und häufig genutzte Hilfe.

Wichtig ist dabei vor allem die Tiefenwirkung der Wärme, denn nicht nur die Haut, sondern auch die darunter liegenden Muskelschichten und das Bindegewebe müssen davon profitieren. Hilfreich können zum Beispiel spezielle Wärmeumschläge mit einem Gütesiegel des "Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V." sein.

Konstante therapeutische Wärme

Ein Wärmeumschlag wird direkt auf den schmerzenden Körperstellen getragen und erreicht eine therapeutische Wärme von 40 Grad Celsius. Diese Temperatur wird dann über bis zu 12 Stunden hinweg konstant gehalten und sorgt so für eine wirksame Schmerzlinderung, ohne dass die Haut gereizt wird.

Warum Wärme so gut funktioniert, hat die Wissenschaft mittlerweile entschlüsselt: Wärme weitet die Blutgefäße, fördert die Durchblutung und entspannt die Muskeln. Das befreit schmerzleitende Nervenbahnen von Druckreizen. Zudem überlagert der Wärmereiz den Schmerzreiz und reduziert damit das Schmerzempfinden.

Wärme stärkt die Abwehrkräfte

Außerdem profitieren Hormonsystem und Zellstoffwechsel. Wärme stärkt die Abwehrkräfte, hilft bei der Entsäuerung und Entschlackung. Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung auf das allgemeine Wohlbefinden.

Als langfristige Maßnahme empfiehlt die AGR zudem eine Bewegungstherapie oder Rückenschule, um den Rücken zu stärken. Durch gezielte Übungen lässt sich die Rückenmuskulatur am besten stärken und trainieren – und dadurch wiederum wird Schmerzen und Verspannungen nachhaltig vorgebeugt.