Start-ups modernisieren auch unsere Freizeit – zum Beispiel mit Apps für die Garten- und Pflanzenpflege. prisma stellt spannende Angebote für Balkon, Terrasse und Garten vor.

Emsige Roboter, die wie von Geisterhand gesteuert den Rasen mähen, machen seit einigen Jahren Furore in öffentlichen und privaten Grünanlagen. We-niger bekannt hingegen sind andere smarte Helfer, die Spaß machen und die Arbeit im Garten erleichtern.

Digitale Hilfe bei der Gestaltung

Wie viele Start-ups entstand Green For Me aus einem persönlichen Anliegen heraus: Nathalie Odermann suchte als neue Besitzerin eines Gartens für dessen Gestaltung vergeblich nach einem passenden Online-Angebot, das Inspiration und Pflanzenwissen vereint. Ihre Arbeitskollegin Julia Hack, die früher in einer Gärtnerei gearbeitet hatte, half ihr bei der Pflanzenauswahl. So entstand die Idee für die Gründung von Green For Me in Meerbusch. Online beantworten die Nutzer Fragen zu Lage, Bodenqualität und gewünschter Beetgröße im eigenen Gartenreich und entscheiden anhand von Fotos, was ihnen gefällt. Wer sich für den Service registriert, erhält zusätzlich Gestaltungstipps von einer Landschaftsarchitektin.

Bewässern per App

Wenn der Rasen gesät ist, die Beete angelegt und Blumen gepflanzt sind, ist stete Pflege des grünen Schmuckstücks gefragt. Damit der Hobbygärtner beim Gießen nichts dem Zufall überlassen muss, hat das Start-up CloudRain aus Düsseldorf ein Bewässerungssystem entwickelt, das per Smartphone-App gesteuert werden kann. Die Geschäftsidee von Gründer und Firmenchef Henry Bröker basiert auf einer Funkbox, die über WLAN die lokalen Wetterdaten abruft und errechnet, wann wie viel Wasser nötig ist. Die kabellose Box steuert über Ventile die Wassermenge, die der Gartenbesitzer per Schlauch oder Rasensprenger über Blumen und Beete verteilen sollte.

Pflanzendoktor auf dem Handy

Wenn Sträucher eingehen oder grüne Blätter ohne erkennbaren Grund verwelken, ist guter Rat teuer. Stecken Braunfäule, Blattflecken oder Wurzelbrand dahinter? Bevor Rettung nahen kann, muss zunächst Klarheit über die Krankheit und mögliche Ursachen – etwa Pilze, Bakterien oder Schäd-linge – herrschen. Hier hilft Plantix, die App des Berliner Start-ups Peat. Plantix greift auf hundert-tausende Bilder einer Datenbank zu und erkennt die Krankheiten bei Nutzpflanzen per Bildanalyse. Ein Foto vom Problemfall reicht aus – und die App ermittelt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz und Bilderkennung, was Erdbeere, Obstbaum oder Forsythie fehlt. Anschließend liefert Plantix Tipps, was zu tun ist.

Garten-Sharing

Aber auch wer keine eigene grüne Parzelle hat, kann seinen grünen Daumen ausleben. Nach dem Teilen-statt-Besitzen-Prinzip haben Veronika Wendt und Leonie Culmann die kostenlose Internet-Plattform Gartenpaten gegründet. Ihr Herzstück ist eine um-fangreiche Datenbank. Mit ihr wollen die beiden Frauen Menschen, die einen Garten für die Freizeit oder den Anbau von Obst und Gemüse suchen, mit denjenigen zusammen-bringen, die ihre Parzelle teilen wollen – etwa weil sie sich Hilfe bei der Gartenarbeit oder Gesellschaft wünschen.