Nicht nur der warme Süden, auch Amerikas Norden ist für Kreuzfahrten ein beliebtes Ziel.

Wer an Kreuzfahrten denkt, denkt an Sonne, blaues Meer, herrliche Sonnenuntergänge. Doch hier oben in der Hudson Bay im Nordosten Kanadas will die Sonne im Frühsommer einfach nicht untergehen. Im Meer treiben Eisschollen, über den dichten, dunklen Wäldern steht ein fetter, gelber Mond, und zur Mittsommernacht bleibt die Sonne hier rund um die Uhr über dem Horizont.

Was auf den ersten Blick eher nach einem Traumziel für Wanderer oder Camper klingt, hat sich in den vergangenen Jahren mehr und mehr auch zu einem Ziel für Kreuzfahrer entwickelt. Längst stehen nicht mehr nur Mittelamerika und damit Länder wie die Dominikanische Republik oder Mexiko auf den Reiseplänen großer Kreuzfahrtanbieter, sondern auch die Ost- und die Westküste der USA, Kanada, aber auch die Arktis mit ihrem ewigen Eis.

Vor allem die großen Metropolen an den Küsten, Städte wie Boston, New York, San Francisco, Vancouver, Montreal oder Québec sind für viele Passagiere dabei reizvolle Ausflugsziele. Der Kontrast zwischen der großzügigen Natur und den Metropolen mit all ihren touristischen Angeboten macht für viele den Reiz einer solche Reise aus.

Preislich unterscheiden sich diese Touren dabei zunächst kaum von vergleichbaren Kreuzfahrten in anderen Regionen. Jedoch müssen Reisende natürlich die weitere Anreise mit einkalkulieren und zudem damit rechnen, dass Ausflüge in Städte wie New York oder Vancouver nicht gerade Schnäppchen sind. Die Reisekasse sollte daher ein wenig üppiger ausgestattet sein als beispielsweise bei Kreuzfahrten im Mittelmeerraum.

Anders sieht das allerdings aus, wenn man nicht nur den Norden Amerikas, sondern gleich den nördlichsten Zipfel der Erdkugel bereisen will. Arktis-Kreuzfahrten, die auf kleineren Schiffen mit der höchsten Eisklasse stattfinden und somit ein exklusiveres Vergnügen sind, liegen preislich deutlich über der klassischen Erholungskreuzfahrt. Dafür aber ist auch das Erlebnis etwas ganz Besonderes.