Wer auf die Malediven reist, sucht keinen Trubel, sondern Ruhe, Entspannung, Erholung am Strand, vielleicht auch Wasseraktivitäten im tropisch warmen indischen Ozean mit seiner außergewöhnlich vielfältigen Unterwasserwelt. Und das alles auf ansprechendem Niveau. Türkis leuchtendes Meer und weiße Strände aus Korallensand, exotische Fische – davon träumen die Besucher. Zu den Fans der Inselgruppe zählen Honeymooner, Ehepaare, aber auch kleine Freundesgruppen.

Jede Insel hat ihren eigenen Charakter. Zum Beispiel Vakkaru Maldives. Die gerade mal 1,6 Quadratkilometer große Insel ist dicht bewaldet. Auf ihr gibt es allein 2300 Kokosnusspalmen, die auch den Namen erklären: Das Wort Vakkaru bedeutet in der maldivischen Sprache Dhivehi Kokosnussholz. Viele weitere Grünpflanzen versetzen den Besucher ins Gefühl, inmitten eines Regenwaldes zu spazieren. Einst eine Kokosplantage, ließ der neue Besitzer der Natur ihren Lauf, und so entstand ein veritabler Urwald.

Vakkaru Maldives heißt auch die Resort-Anlage, die die ganze Insel füllt – wie es häufig auf den Malediven der Fall ist. Wenn man die Insel auf dem Fahrrad erkundet, trifft man immer wieder interessante Menschen. Zum Beispiel Kavish Hurrydoss in der Lagoon Bar. Der aus Mauritius stammende Barkeeper ist ein Meister seines Fachs. Im Cocktail-Wettbewerb Worldclass Indian Ocean 2018 schaffte er es unter die sechs Besten. Der Wettbewerb zähle zu den angesehensten seiner Art in der Welt, sagt Kavish stolz.

Auch einen Weinkeller gibt es auf diesem tropischen Eiland. Den gekühlten, dunklen Raum bestückt hat Stefanie Wiesner. Gut vierhundert Weine aus aller Welt hat die aus Österreich stammende Sommelière im Angebot, und zu jedem kann sie Angaben machen, was den edlen Tropfen auszeichnet und zu welcher Speise er am besten passt.

Ein besonderes Erlebnis ist es, im Meer den Kopf ins Wasser zu stecken. Beim Schnorcheln direkt vor der eigenen Villa schwimmt man plötzlich inmitten einer Vielzahl bunter Fische: Quirlige blau-gelbe Doktorfische schwimmen da einträchtig neben einem kleinen Schwarm schwarz-weiß gestreifter Süßlippen mit ihren gelb leuchtenden Flossen. Brassen, Barben, Makrelen, Schnapper, Füsiliere, Kardinal-, Kaiser- und Anemonenfische – die Vielfalt der Unterwasserwelt raubt dem Schwimmer fast die Sinne. Mit einem Wermutstropfen: Die einst bunte Korallen-Unterwasserwelt ist verblasst, weil das Meer zu warm ist.

2017 wurde das Resort mit 125 luxuriös eingerichteten Villen eröffnet. Während die Over Water Villas auf Stelzen direkt im Meer stehen, bieten die Beach Villas je einen separaten Strandabschnitt. Luxus pur – und daher nicht billig. Dennoch sei das Luxussegment "definitiv ein Wachstumsmarkt", sagt Carolin Weinhold, Marketingexpertin beim Luxusreiseveranstalter Trauminsel Reisen, der neben Vakkaru Maldives rund 20 weitere Resorts auf den Malediven und darüber hinaus Destinationen in Asien und Afrika anbietet. Die Malediven seien derzeit sehr gefragt. Dabei unterscheiden sich die Angebote in dem "extrem großen Markt" durchaus, weiß die Expertin: "Manche Urlaube suchen Entspannung, andere mehr Action. Es gibt für jeden die passende Insel."