Die Region Brabant ist bei Familien vor allem durch eine Attraktion bekannt: Efteling. Der Freizeitpark, der regelmäßig neue Attraktionen eröffnet, zieht Menschen in Strömen an.

Bereits 1952 wurde hier der Märchenwald eröffnet, der auch heute noch die Herzen kleiner Besucher höher schlagen lässt. Für die größeren stehen Achterbahnen und Wassercoaster bereit. Und wer gar kein Fan von schnellen Fahrten ist, kann das leicht kitschige, leicht verrückte Design auf sich wirken lassen, das auf Märchenparkmitgründer Anton Pieck zurückgeht. Pieck gilt bei den Niederländer als genial-verschroben. Beim Bau von Efteling soll er die Mitarbeiter angewiesen haben, mit der linken Hand zu arbeiten, sollten sie Rechtshänder sein – und umgekehrt. Damit nicht alles so perfekt aussieht, ein Stein auch mal nicht so gerade sitzt.

Übernachtungsmöglichkeiten finden sich im Hotel oder in einem Häuschen im Ferienpark. Dabei ist man mit vielen Betten auf Familien und größere Reisegruppen eingestellt. Wer schon mal da ist, sollte überlegen, ob er nicht etwas länger bleiben will. Denn abseits des Parks gibt es noch viel mehr zu erkunden.

Für Familien mit Kindern bietet sich ein Ausflug in den Safaripark Beekse Bergen an. Der 130 Hektar umfassende Park, in dem 172 verschiedene Spezies leben, bietet genug Attraktionen für einen oder sogar zwei Tage. Dabei entscheidet der Besucher selbst, ob er den Park zu Fuß, mit dem eigenen Auto oder bei einer geführten Safari im Bus entdecken will. Auch hier sind kürzlich neue Ferienhäuser entstanden. Wer in ihnen übernachtet, kann von der Terrasse aus Giraffen, Zebras und mehr beobachten.

Es gibt aber auch die weniger kommerzielle Seite, die einiges bietet. Zum Beispiel Heusden, ein kleines Festungsstädtchen mit etwas mehr als 1000 Einwohnern in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde hier alles wieder in den Ursprungszustand versetzt, Gebäude nach alten Plänen wiederaufgebaut oder liebevoll restauriert. Der Besucher kann entlang der Festungsmauern wandern, durch kleine mit Blumen geschmückte Gassen laufen und die Backsteingebäude bewundern. Und wer Sorge hat, den Überblick zu verlieren, kann sich in der Stadthalle Heusden im Miniaturformat ansehen.

Etwas ganz besonderes gibt es am Ufer der Maas zu sehen. Hier steht eine alte Windmühle aus dem 13. Jahrhundert. Sie gehört zu den ältesten Holzmühlen der Welt. Ihr Bewahrer ist Hubert Penn. Der ehemalige Kardiologe lebt schon lange in Heusden und jedes Mal, wenn er aus seinem Fenster die Mühle sah, ärgerte er sich. „Sie war nie in Betrieb, es war so schade“, sagt er. Penn machte sich schlau, fragte bei Behörden an und ließ sich mehrere hundert Stunden neben dem Job fortbilden. Mit Erfolg: Heute drehen sich die Mühlenflügel und Besucher können ins Innere sehen und sich von Penn erklären lassen, wie es zugehen kann, dass die Mühle nicht mit dem Boden verschraubt ist, sondern seit über 800 Jahren einfach nur auf Holzblöcken steht. Sehenswert ist Heusden für Kinder und Erwachsene gleichermaßen. Trotzdem ist das Städtchen noch eine Art Geheimtipp.

Wer lieber Stadtluft schnuppern will, sollte ‘s-Hertogenbosch, von den Einheimischen einfach nur Den Bosch genannt, besuchen. Hier boomt das urbane Leben, es gibt viele Geschäfte zum Einkaufen, vor den Cafés und Restaurants drängen sich bei gutem Wetter die Menschen. Im Museum aber auch anderswo gibt es Spuren des berühmtesten Bürgers der Stadt, Hieronymus Bosch zu entdecken. Zum Beispiel am Markt, wo das Haus steht, in dem der Künstler wirkte. Auf der guten Seite, der Nordseite – dank reicher Ehefrau.

Wer keine Lust auf eine herkömmliche Stadtführung hat, kann Den Bosch auch mit dem Boot erkunden. Verschiedene Touren entlang der Dieze, einem Nebenfluss der Maas, oder der Binnendieze, dem Kanalsystem innerhalb der Stadt, werden angeboten. Bei einer geht es sogar unter Teilen der Stadt hindurch. Wer Kinder dabei hat, sollte den Snoeperij tum tum an der Ridderstraat besuchen. In dem alten Süßwarenladen gibt es traditionell hergestelltes Zuckerzeug, das man in Deutschland so nicht finden würde.

Die Redaktion wurde von Visit Brabant zu der Reise eingeladen.