Free-TV-Premiere bei ProSieben

"Avengers: Infinitiy War" – Das Ende ist der Anfang

von Andreas Fischer

Marvels Superhelden versammeln sich, um den ultimativen Weltenzerstörer zu stoppen. ProSieben zeigt "Avengers: Infinity War" als Free-TV-Premiere.

ProSieben
Avengers: Infinitiy War
Action • 03.01.2021 • 20:15 Uhr

Der ultimative Bombast, Part eins: Weil die Marvel-Superhelden in den Jahren zuvor unschlagbar erfolgreich waren, mussten sie sich in "Avengers – Infinity War" (2018) – nun erstmals auf ProSieben im Free-TV zu sehen – eine Bühne teilen. Um gegen den unschlagbarsten aller Bösewichte vielleicht doch eine Chance zu haben, bekommen die "Avengers", Iron Man, Captain America, Thor und Co., prominente Unterstützung: Spider-Man! Doctor Strange! Black Panther! Das komplette Team der "Guardians of the Galaxy"!

Sie alle ziehen gegen den Titanen Thanos in den Kampf, der auf der Suche nach mächtigen Infinity-Steinen vor keinem Genozid zurückschreckt: Sein rastloser Nihilismus zeigt der Vollversammlung der Superhelden nicht nur die Grenzen auf, sondern macht sie auch zu einer ziemlich düsteren Angelegenheit.

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Eigentlich ist kein Fernseher der Welt groß genug für das Getümmel, das die Marvel-versierten Joe und Anthony Russo in zweieinhalb epischen Stunden in Szene setzen mussten. Damit sich die zwei Dutzend Superhelden nicht ständig gegenseitig auf die Füße treten, schickt sie das Drehbuch von Christopher Markus und Stephen McFeely grüppchenweise in verschiedene Ecken des Universums. Ständig ist irgendwer irgendwo irgendwie beschäftigt, um Thanos (Josh Brolin) Einhalt zu gebieten.

Auch wenn das ein ziemlicher Overkill an Figuren und Handlungssträngen ist, fügen sich die Puzzleteile weitgehend reibungslos zusammen. Wobei klar im Vorteil ist, wer den einen oder anderen der vorherigen 18 Filme des Marvel Cinematic Universe gesehen hat. Dort wurde teils fröhlich dem Slapstick gefrönt. Doch damit ist nun Schluss. Nach ein paar unterhaltsamen Kennenlernrunden zwischen Iron Man (Robert Downey Jr.) und Dr. Strange (Benedict Cumberbatch) oder zwischen Thor (Chris Hemsworth) und den Guardians ist niemandem mehr zum Lachen zumute.

Dafür ist die Lage zu ernst, man kann in "Avengers: Infinity War" durchaus Bezüge zur realen Welt sehen. Größenwahn, Genozide, Brutalität und Heilsversprechen sind jedenfalls keine originären Erfindungen der Kinocomicwelt. Das Ende ist nah, die Apokalypse unaufhaltsam, die Stimmung bedrückend.

Und die vereinten Helden sind hilflos gegenüber einem Tyrannen, der in der Umsetzung seiner apokalyptischen Visionen rücksichtsloser ist als alles zuvor Dagewesene. Thanos wird durch den Mehrfrontenkrieg keineswegs geschwächt. Im Gegenteil: Er hat dadurch die Gelegenheit, an verschiedenen Orten gleichzeitig seinen kranken Plan auszuführen: auf jedem Planeten mindestens die Hälfte der Bevölkerung auszulöschen, um endliche Ressourcen des Universums einzusparen.

Unaufhaltsam sammelt der Tyrann seine Infinity-Steine ein, mächtige Relikte, die in den vorherigen Marvel-Superheldenfilmen immer mal wieder eine Rolle spielten und dem Träger unendliche Macht verleihen. Die Avengers können im Prinzip nur Rückzugsgefechte führen. Doch das Ende ist hier auch ein Anfang. Den erleben nicht alle Helden, aber dennoch wird der Kampf in "Avengers: Endgame" (2019) – ultimativer Bombast, Part zwei – fortgeführt.

Der Name "Endgame" trügt ohnehin. Selbst mit dem umsatzstärksten Film aller Zeiten ist bei Marvel noch lange nicht Schluss. Die sogenannte MCU Phase 4 soll 2021 mit "Black Widow" starten, weitere Filme sind für dieses Jahr angekündigt.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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