"Star Wars"-Film

"Das Erwachen der Macht": Charme der alten Episoden

von Jasmin Herzog

"Das Erwachen der Macht" ist der erste Film der dritten "Star Wars"-Trilogie und erweckt den Geist der alten Filme wieder zum Leben.

RTL
Star Wars: Das Erwachen der Macht
Science Fiction • 31.01.2021 • 20:15 Uhr

Der Respekt ist diesem Film anzumerken. Der Respekt vor der Geschichte, vor dem Mythos und nicht zuletzt vor den Millionen Fans weltweit, die sich irgendwann in "Star Wars" verliebt haben. J.J. Abrams wollte mit "Star Wars: Das Erwachen der Macht" (2015) einen Film drehen, der tief in der Tradition der Reihe verwurzelt ist. Der sie logisch fortschreibt und der das ältere ebenso wie das jüngere Publikum gleichermaßen zu begeistern versteht. Das ist ihm gelungen. Und die meisten der knapp neun Millionen Kinobesucher alleine in Deutschland gaben ihm recht. Das Sci-Fi-Spektakel wird nun auf RTL wiederholt.

"Star Wars: Das Erwachen der Macht" ist nicht nur, was seine Geschichte betrifft, sondern auch seinen Stil eine Reminiszenz an die alten Episoden IV bis VI, die die Saat für den Mythos legten. Viel mehr noch, und das ließe sich dem neuen Film durchaus vorwerfen: Die Autoren J. J. Abrams, Michael Arndt und Altmeister Lawrence Kasdan bedienen sich derart umfangreich an ihren Vorgängern, dass streckenweise der Eindruck entsteht, es hier mit einer Art teurem Remake zu tun zu haben. Viele klassische Elemente tauchen wieder auf, sogar die Grundstruktur der Story ist ähnlich, manchmal sogar gleich. Thema: Da ist ein Todesstern – und der muss weg.

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Erwartungen erfüllt

Der Film spielt rund 30 Jahre nach dem sechsten Teil, "Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Eine Nachfolgeorganisation des Imperiums, die sich "First Order" nennt, arbeitet an einer Terrorherrschaft. Und wieder sollen es drei Helden sein, die den Kampf gegen das Böse aufnehmen. Die Schrottsammlerin Rey (Daisy Ridley), der einstige Sturmtruppler Finn (John Boyega) und der Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac), machen sie sich auf die Suche nach Luke Skywalker. Doch sie sind nicht die Einzigen, die nach dem spurlos verschwundenen Luke suchen. So muss sich das Trio gegenüber dem neuen Schurken Kylo Ren (Adam Driver), einem Menschen mit besonderen Fähigkeiten, behaupten.

Der Film erfüllt die hochgesteckten Erwartungen: Er legt ein ungeheures Tempo vor. Die Actionszenen reihen sich atemlos vor einer schlicht brillanten Soundkulisse aneinander. Das Maß und auch die Qualität des Humors stimmt. "Das Erwachen der Macht" besitzt den Charme der Episoden IV bis VI und fügt sich wie selbstverständlich in diese Parallelwelt ein. Das hier ist ohne Frage echtes "Star Wars", nur vielleicht nicht mit der epochalen Größe, die aus der Vergangenheit in der Erinnerung blieb.

Was J.J. Abrams mit der siebten Episode begann, vollendete er mit der neunten selbst: 2019 beschloss "Der Aufstieg Skywalkers" die mittlerweile dritte "Star Wars"-Trilogie – doch ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Das Franchise bleibt ebenso Sehnsuchtsort der Fans wie zuverlässige Gelddruckmaschine. Nach dem Erfolg von "The Mandalorian" plant die Streaming-Plattform Disney+ mit weiteren Projekten, unter anderem einer Serie über Obi-Wan Kenobi. Disney und Lucasfilm haben zudem drei weitere Kinofilme in der Pipeline. Der erste soll nach aktuellem Stand im Jahr 2023 starten.


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH
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