Stars aus Sport und Entertainment im Einsatz

"EXATLON"-Moderator Jochen Stutzky: "Ich erwarte, dass jede/r Kandidat/in anders ans Limit kommt"

02.11.2024, 09.06 Uhr
von Julian Lorenz

Sport trifft auf Entertainment: am 16. September startet mit "EXATLON" der selbsternannte "härteste Wettkampf auf Erden" auf SPORT1. Stars aus Sport und Entertainment stellen sich der Herausforderung unter der karibischen Sonne. Herauskommen soll ein packendes Spektakel, das die Spannung hochkarätiger Sport-Reality mit erstklassiger Unterhaltung verknüpft. Moderiert wird "EXATLON" von Jochen Stutzky. Im Interview hat der 43-Jährige über das neue Format gesprochen und verraten, wie er sich selbst in der Show schlagen würde. 

Reality-Shows gibt es wie Sandkörner am Meer. Warum ist gerade EXATLON international so erfolgreich?

Weil EXATLON nicht ausschließlich eine Reality Show ist. Es kommen viele andere Facetten dazu, wie Sport und Unterhaltung. EXATLON ist anders. Spezieller. Intensiver. Wir sprechen ja von einer „Mega Challenge“ und ich denke, dass EXATLON zu vielen anderen, existierenden Formaten eine Steigerung ist. Härter als alles andere. Es werden einige Elemente anderer Formate kombiniert und neue Impulse gegeben. Hier werden die Kandidaten immer wieder an ihre Grenzen geführt. Aber eben immer wieder an andere. Daher ist es eine riesige Herausforderung für die Teilnehmer und so reizvoll für Wettbewerber und Zuschauer.

Das Format zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass Kandidaten auch körperlich fit sein müssen. Welche Herausforderungen spielen eine größere Rolle – die physischen oder die psychischen?

Wie bei allem im Leben, würde ich sagen, ist das individuell. Ich erwarte, dass jede/r Kandidat/in anders ans Limit kommt. Und gehe sogar davon aus, dass manche an verschiedene ihrer Grenzen stoßen. Mit dem Blick auf die Parcours sind diese natürlich auch sportlicher Natur. Aber es geht auch um Geschicklichkeit oder Strategie. Es geht um Teamwork. Mit dem Blick aufs Wetter geht es auch um Belastung, Luftfeuchtigkeit und um Resistenz. Wenn die Liebsten in der Heimat sitzen und man möglicherweise monatelang getrennt ist und man tagtäglich mit zunächst „Fremden“ eng zusammen ist, kann man sich ausmalen, dass da einige Faktoren zusammenkommen. Sie sehen, es ist individuell und spannend.

Sie waren bisher meist Moderator im Sportbereich, das Reality-Business ist neu für Sie. Welche Unterschiede zwischen den beiden Bereichen sind Ihnen aufgefallen?

So unähnlich sind sich diese beiden in meinen Augen doch gar nicht. Im Sport dreht es sich vorwiegend um den realen Wettkampf, Leistung, Einhaltung von Regeln. Und um Zahlen, Fakten und Statistiken, die festgehalten werden und letztlich entscheiden. Und natürlich könnte man sagen, dass Reality Formate auf Interaktionen von Menschen, auf emotionale Momente und auf das Verhalten in Extremsituationen ausgelegt sind. Aber Drama, Unterhaltung, Inszenierung und der Umgang miteinander oder mit Medien ist doch spätestens seit Social Media auch in der Sportwelt unser Alltag.

Was war Ihre größte Herausforderung bei den Dreharbeiten?

Die Produktion ist riesig. Outdoor, viele Menschen, viel Technik, Einflüsse durch Wetter, die Wettbewerber, und und und. Und das alles täglich. Über Monate. Für den reibungslosen Ablauf muss da jedes kleine Rädchen ins andere greifen. Also auch das kleine Rädchen Moderator. Anfangs sind die äußeren Bedingungen ein großes Thema. Sonne, Hitze, Luftfeuchtigkeit. Daran gewöhnt man sich. Wichtig ist, in meinen Augen, dass man die Zuschauer nicht über- und auch nicht unterfordert. Da täglich neue dazukommen können, sollte man die Regeln immer mal wieder klar erklären. Aber auch nicht so gebetsmühlenartig, dass die Stammseher sagen „ja, man, nerv nicht! Jetzt ist aber doch auch mal gut…“

Gibt es andere Reality-Moderatoren, die Ihnen als Vorbild dienen?

Ich habe in Deutschland nicht alle Reality-TV-Formate intensiv verfolgt. Doch manchmal – das wird jedem so gehen – bleibt man hängen und schaut weiter. Das ist nicht zuletzt auch der Verdienst der Moderatoren. Aber ich bin auch der Meinung, dass man man selbst sein soll. Nur so kann man auch authentisch sein. Andere zu kopieren oder nachzuahmen ist nicht mein Ding. Selbstverständlich habe ich mir die anderen EXATLON Ausgaben angeschaut, um ein Gefühl zu bekommen. Beispielsweise die äußerst erfolgreiche mexikanische Ausgabe. Aber wenn Sie die mexikanische Ausgabe sehen, werden Sie schnell erkennen, dass ich so nicht bin. Und da der deutsche TV-Markt auch recht speziell ist, würde das auf diese Weise hier vielleicht gar nicht funktionieren. Ich werde, wie immer, mit aller Leidenschaft und Energie an die Sache rangehen und mein Bestes geben. Wie die Kandidaten/innen. Mehr kann man nicht tun. Und vorwerfen kann man sich dann auch nichts.

Wie gut würden Sie sich als Kandidat bei EXATLON schlagen?

Ich wäre sicher ein heißer Kandidat für die erste „Elimination“ (schmunzelt). Nein, ich weiß sehr wohl einzuordnen und einzuschätzen, was die Teilnehmer hier leisten. Das wäre nichts für mich. Sie kämpfen, ich rede. Mit dieser Aufteilung kann ich mich sehr gut anfreunden. Zwar habe ich Sport studiert, aber körperlich sind meine besten Zeiten sicher schon zwei Jahrzehnte vorbei.

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