Arm trotz Arbeit
11.09.2018 • 22:15 - 22:45 Uhr
Report, Gesellschaft und Soziales
Lesermeinung
Tahsin findet in seinem erlernten Beruf keine Festanstellung. Eine Zeitarbeitsfirma hat ihm einen Job als Staplerfahrer vermittelt.
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Eine Umschulung würde die Situation für den Familienvater Tahsin verbessern, doch ihm fehlt die Zeit und das Geld dafür.
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Manuela arbeitet im Niedriglohnsektor. Mit zwei Putzstellen bessert sie die Familienkasse auf.
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Die 58-jährige Monika hat gerade einen ihrer Jobs verloren und hofft, bei dem Jobcenter in Hamburg-Mitte eine neue Arbeitsstelle zu finden.
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Sabine ist allein erziehende Mutter mit zwei Jobs: Für ein Familienleben bleibt kaum Zeit.
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Im Fußballstadion von Rot-Weiß Essen arbeitet Sabine jedes zweite Wochenende, neben ihrer Haupttätigkeit. Durch Sabines Nebenjob wird überhaupt ein Kinobesuch mit dem Sohn möglich.
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Neben seinem Vollzeitjob fährt Tahsin abends noch Pizza aus. Trotzdem lebt er mit seiner Familie am Existenzminimum.
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Manuela und Tahsin haben zwei gemeinsame Söhne und mehrere Jobs. Sie sagen von sich, dass sie arm sind.
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Trotz guter Ausbildung arbeitet Monika als Multijobberin.
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Nach der Scheidung wurde Monika zur Multijobberin.
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Die 58-jährige Monika und ihr Mann bereiten sich auf den nächsten Job vor. Beide sind Multijobber und ihnen droht Altersarmut.
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Der elfjährige Sam ist oft unglücklich darüber, dass seine Mutter so viel arbeiten muss.
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Morgens am Frühstückstisch: Sabine geht mit ihrem elfjährigen Sohn Sam den Tag durch. Die Multijobberin plagt ständig ein schlechtes Gewissen ihrem Sohn gegenüber.
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Sabines Hauptjob in Essen: Die 41-Jährige ist Assistentin der Geschäftsführung. Seit der Geburt ihres Sohnes ist die allein erziehende Multijobberin.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Report, Gesellschaft und Soziales

Leben am Limit

Von Hans Czerny

Die 37°-Reportage beleuchtet das Leben an der Armutsgrenze hinter den Statistiken.

Wie fühlt es sich an, wenn eine Stelle nicht zum Leben reicht? Die 37°-Reportage "Arm trotz Arbeit" geht der Frage nach, wie das ist, wenn man trotz Ausbildung und ausreichender Qualifikation keine Vollzeitstelle bekommt und dabei an der Armutsgrenze (60 Prozent des Durchschnittseinkommens) leben muss. – Über drei Millionen Mehrfachbeschäftigte registrierte die Bundesagentur für Arbeit 2017, in den letzten Jahren verdoppelte sich die Zahl der trotz Arbeit von Armut Bedrohten. Nathalie Sutor begleitete Menschen wie den Staplerfahrer Tahsin, der abends Pizza ausfährt, während seine Lebensgefährtin Manuela zwei Putzstellen hat und die zwei kleinen Kinder betreut. Sie sagt: "Dafür, dass wir so viel arbeiten, sind wir arm." – Monika findet mit ihren 60 keine Festanstellung mehr und füllt ihre Teilzeitstelle mit Nebenjobs auf. Sabine, die allein erziehende Mutter, arbeitet auch am Wochenende, "damit mein Sohn nicht das Gefühl hat, dass wir am Limit leben."


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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