Ob Dr. John Watson oder Bilbo: Martin Freeman weiß zu überzeugen.
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Martin Freeman

Martin John C. Freeman
Lesermeinung
Geboren
08.09.1971 in Aldershot, Hampshire, Großbritannien
Alter
50 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Die Bescheidenheit steht ihm ins Gesicht geschrieben und so verwundert es niemanden, dass Martin Freeman - nach eigener Aussage - auch eher seine Abende vor dem Fernseher verbringt, als auf dem roten Teppich. Er spielt ihn nicht nur, den bescheidenen Kerl, er ist dieser nette Typ von nebenan. Dadurch und durch seinen Hundeblick ist er prädestiniert für ruhige, sympathisch-reduzierte Rollen. Wann immer der "Typ, der keiner Fliege was zu leide tun kann" oder der "liebenswerte, treu-doofe Gefährte" benötigt wird, ist Martin Freeman die perfekte Wahl.

Bewiesen hat er das mehr als einmal. Als langweiliger Tim Canterbury in der erfolgreichen, mit dem Golden Globe Award gekrönten Satire "The Office" (2001-2003) wurde er in ganz Großbritannien bekannt und gewann im Handumdrehen die Herzen der Zuschauer, die sofort Sympathie mit dem frustrierten, schüchternen Sachbearbeiter - und eben auch mit dem Darsteller - empfanden. Ein Schema, dem er auch mit einer seiner ersten Kino-Hauptrollen treu blieb: Im Pyjama und Bademantel, stets das nützliche Handtuch dabei, gab er in der Filmadaption von Douglas Adams' "Per Anhalter durch die Galaxis" (2005) einmal mehr den langweiligen, mutlosen und bodenständigen Durchschnittsengländer. In der Rolle des Arthur Dent gelang ihm das, was man mittlerweile von ihm gewohnt ist: Er spielte - auf seine sehr reduzierte Weise - die lauteren und extrovertierteren Charaktere locker an die Wand. Natürlich blieben auch der Musiker Mos Def als Ford Prefect, dessen Cousin Zaphod Beeblebrox umgesetzt vom US-amerikanischen Schauspieler Sam Rockwell und Zooey Deschanel als Trillian in Erinnerung, doch fiel Martin Freeman nicht hinter ihnen zurück, sondern blieb durchaus im Gedächtnis der Zuschauer.

Sein Debüt vor der Kamera gab Martin Freeman 1997 in einer Episode der Langzeitpolizeiserie "The Bill". Zuvor hatte er an der Central School of Speech and Drama studiert. Es folgten Gastrollen in den TV-Serien "This Life" (ebenfalls 1997), "Casualty" und "Picking up the Pieces" (beide 1998). Er übernahm kleinere Parts in Sacha Baron Cohens "Ali G in da House" (2002), in Richard Curtis' "Tatsächlich ... Liebe" (2003) und hatte einen Cameoauftritt in "Shaun of the Dead" (2004). Dass er nicht nur den witzigen Kerl oder den Trottel vom Dienst mimen kann, bewies er als Lord Shaftesbury in der Historienserie "Charles II: The Power & the Passion" (2003). Nach diversen Fernsehproduktionen und einer Vielzahl an Kurzfilmen und Serienauftritten sah man Martin Freeman 2010 als Dr. John Watson in der grandiosen Krimifilmreihe "Sherlock".

Den Anfang der modernen, mehrteiligen Verfilmung nach einer Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle machte die einleitende Episode "Sherlock - Ein Fall von Pink". Dr. Watson erscheint hier als ehemaliger Afghanistan-Soldat, der auf recht ungewöhnliche Art und Weise in eine Zweckgemeinschaft mit Sherlock Holmes - gespielt von Benedict Cumberbatch - rutscht. Wie man es von Martin Freeman gewohnt ist, stellt keiner in Frage, wieso Holmes dem Mediziner, der an psychosomatischen Störungen leidet, so ohne weiteres das volle Vertrauen entgegenbringt. Wer in Watsons Augen schaut, der versteht die Entscheidung des Meisterdetektivs voll und ganz. Dass Martin Freeman lediglich ein Sidekick des genialen Privatermittlers ist, gerät schnell in Vergessenheit. Nicht nur die Zuschauer, auch die Kritiker haben einen Blick auf das überzeugende Spiel des 1,70-Meter-Mannes geworfen, der 2011 für seine Darstellung des Dr. Watsons mit dem BAFTA TV Award als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. Weitere Episoden aus der "Sherlock"-Reihe: "Sherlock - Der blinde Banker", "Sherlock - Das große Spiel" (beide 2010), "Sherlock - Ein Skandal in Belgravia", "Sherlock - Die Hunde von Baskerville", "Sherlock - Der Reichenbachfall" (alle 2011).

Mittlerweile haben den sympathischen Darsteller viele auf der Rechnung. 2012 startete Peter Jacksons "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" in den Kinos, in dem er die Hauptrolle übernahm und in die Rolle des Bilbo Beutlin schlüpfte. Medienberichten zufolge war nicht nur sein - bereits mehrfach erwähnter - treuer Blick Grund für diese Wahl. Freemans leicht abstehende Ohren und die nach oben gerichtete Nase lassen erahnen, was Peter Jackson gedacht haben muss, als er auf der Suche nach der Idealbesetzung war. Gilt doch das Volk der Hobbits - laut Tolkien - als gemütlich und bodenständig. Natürlich übernahm Freeman diese Rolle auch in der Fortsetzung "Der Hobbit: Smaugs Einöde" (2013).

Weitere Filme und Serien mit Martin Freeman: "I Just Want to Kiss You" (Kurzfilm, 1998), "Bruiser" (TV-Serie), "Bube, Dame, König, grAs - Die Serie" (TV-Serie), "The Low Down", "Black Books" (TV-Serie, alle 2000), "Men Only", "World of Pub" (TV-Serie), "Fancy Dress" (Kurzfilm, alle 2001), "Helen West" (TV-Serie), "Linda Green" (TV-Serie, beide 2002), "Comic Relief 2003: The Big Hair Do", "The Debt", "Margery and Gladys" (alle 2003), "Call Register" (Kurzfilm), "Hardware" (TV-Serie), "Pride - Das Gesetz der Savanne" (Sprecher, alle 2004), "Blake's Junction 7" (Kurzfilm), "Not Tonight with John Sergeant", "The Robinsons" (TV-Serie), "Round About Five" (Kurzfilm, alle 2005), "Long Hot Summer", "Confetti - Heirate lieber ungewöhnlich", "Breaking and Entering - Einbruch & Diebstahl (alle 2006), "Dedication", "The good Night - Träum weiter...", "Hot Fuzz - Zwei abgewichste Profis", "Lonely Hearts" (Sprecher), "The All Together", "Rubbish" (Kurzfilm), "Nightwatching - Das Rembrandt-Komplott", "Comedy Showcase" (TV-Serie), "The Old Curiosity Shop" (alle 2007), "Svengali" (Kurzfilm), "Boy Meets Girl" (TV-Serie), "Micro Men", "HIV: The Musical" (Kurzfilm), "Der Weihnachtsmuffel" (alle 2009), "The Girl Is Mime" (Kurzfilm), "Wild Target - Romanze in Blei", "Swinging with the Finkels" (alle 2010), "Der perfekte Ex" (2011), "The World's End" (2013).

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