Der Durchbruch als Thorin Eichenschild? Richard Armitage
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Richard Armitage

Richard Crispin Armitage
Lesermeinung
Geboren
22.08.1971 in Leicester, Großbritannien
Alter
51 Jahre
Sternzeichen
Biografie

In Großbritannien hat Richard Armitage einen Ruf, der mit dem von Colin Firth als "Mr. Darcy" aus "Stolz und Vorurteil" zu vergleichen ist. Das hängt mit Armitages Rolle als John Thornton in "North & South" (2004), der Verfilmung nach dem gleichnamigen Roman von Elizabeth Gaskell, zusammen. John Thornton, der charismatische Fabrikbesitzer, der vollkommen von der weiblichen Hauptfigur Margaret Hale fasziniert ist und nach vielen Missverständnissen endlich die Liebe seines Lebens für sich gewinnen kann. Romantik pur um 1850 im Viktorianischen England. Doch auch jenseits von Kostümdramen macht der britische Darsteller eine gute Figur. Ein bisschen erinnert er an Hugh Jackman, er hat große Ähnlichkeit mit Gerard Butler und könnte leicht mit "True Blood"-Star Stephen Moyer verwechselt werden. Doch das sind alles nur Äußerlichkeiten.

Bereits als Schüler - durch Theateraufführungen im Royal Shakespeare Theatre in Stratford-upon-Avon angeregt - wollte Armitage Schauspieler werden. Die Tatsache, dass er damals an der Pattison's Dancing Academy in Coventry zur Schule ging, war sehr förderlich für seine Berufswahl. Den Schülern der Tanzakademie wurde bereits in jungen Jahren die Möglichkeit gewährt, für kleinere Produktionen auf der Bühne zu stehen. Als er mit 17 Jahren die Schule verließ, konnte Armitage also schon eine Vielzahl an Rollen vorweisen. Anschließend schloss er sich einer experimentellen Theatergruppe an, mit der er in Budapest gastierte. Nach seiner Rückkehr nach Großbritannien startete er eine Karriere im Musical-Theater, zunächst als Assistent der Choreographie, später schlüpfte er auch in Rollen und stand in den Produktionen "42nd Street", "My One and Only", "Nine", "Mr Wonderful", "Annie Get your Gun" und "Cats" auf der Bühne.

1995 verlagerte er den Schwerpunkt seiner Karriere vom Musical weg und konzentrierte sich mehr und mehr auf die darstellende Kunst. Die Grundlagen erlernte er unter anderem in einem dreijährigen Schauspielkurs an der London Academy of Music and Dramatic Art. Eine Kleinanzeige am Schwarzen Brett seines Colleges brachte ihm zum Ende seiner Ausbildung seine erste Filmrolle. Wenn auch nur als Komparse, so kann er doch auf "Star Wars - Episode I: Die dunkle Bedrohung" als Einstieg in die große Kinowelt verweisen. Im Abspann ungenannt, mimte er hier einen Naboo Piloten. Doch seither geht es mit seiner Karriere stetig bergauf. Er erhielt ein Engagement der Royal Shakespeare Company und war in einer Vielzahl TV-Produktionen zu sehen. 2002 schließlich übernahm er seine erste größere TV-Rolle in Sally Wainwrights "Sparkhouse", eine moderne Version von Emily Brontës "Wuthering Heights".

Bevor er für die BBC Adaption von Elizabeth Gaskells "North & South" vor der Kamera stand, übernahm Armitage noch einen bedeutenden Part in der Low-Budget-Produktion "Frozen". Als Steven, ein Wachmann, spielte er hier seine bis dato größte Filmrolle. Doch auch wenn Juliet McKoens Thriller durchaus gute Kritiken erhielt und mit vielen Auszeichnungen gekrönt wurde, war es doch die Rolle als John Thornton, die ihm die Aufmerksamkeit des Publikums, der Regisseure und der Produzenten einbrachte. Die "Inspector Lynley"-Episode "Und vergib uns unsere Schuld", für die er 2005 verpflichtet wurde, und die "George Gently - Der Unbestechliche - Kalte Rache"-Folge "Kalte Rache" (2007) liefen auch hierzulande im Fernsehen. Doch ob sich Richard Armitage damit in das Gedächtnis der deutschen Zuschauer spielen konnte, ist eher unwahrscheinlich. 2006 übernahm er den Part des bösartigen Guy of Gisborne in der BBC-produzierten "Robin Hood"-Reihe. Erneut fiel er nicht nur dem Publikum - besonders dem weiblichen - auf, sondern auch den Kritikern, die sein grandioses Spiel lobten. Es folgten erste Jobs als Sprecher. Zum einen war Armitage Erzähler in einer sechsteiligen Doku-Serie für Kinder, anschließend lieferte er seine erste Arbeit für das Radio ab: Er las im Herbst 2007 aus den Briefen der Hofdichter. Weitaus mehr Aufsehen erregte aber sein Auftreten in der beliebten, BAFTA-prämierten Spionageserie "Spooks - Im Visier des MI5" (2008-2010) als Lucas North.

2011 machte er schließlich weltweit von sich reden und betrat erstmals die Bühne des Blockbuster-Kinos. In der Joe Johnstons Marvel-Comic-Verfilmung "Captain America: The First Avenger" sieht man ihn als Heinz Kruger an der Seite von Titelstar Chris Evans und Nachwuchshoffnung Hayley Atwell. Darüber hinaus gehört er zu den Auserwählten für Peter Jacksons "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise"-Trilogie, in der er Thorin Eichenschild spielt.

Weitere Serien und Filme mit Richard Armitage: "Boon" (TV-Serie, 1995), "Lover oder Loser", "Cleopatra" (Mehrteiler, beide 1999), "Macbeth", "Doctors" (TV-Serie), "Casualty" (TV-Serie, alle 2001), "Cold Feet" (TV-Serie), "Ultimate Force" (TV-Serie), "Between the Sheets" (Mehrteiler, alle 2003), "Malice Aforethought", "The Golden Hour" (TV-Serie), "ShakespeaRe-Told" (TV-Serie, alle 2005), The Impressionists" (Mehrteiler), "The Vicar of Dibley" (TV-Serie, beide 2006), "Miss Marie Lloyd", "Marple: Ordeal by Innocence" (beide 2007), "Moving On" (2009), "Strike Back" (TV-Serie, 2010).

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