Guillermo del Toro bei der Premiere zu seinem Film "Pacific Rim".
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Guillermo del Toro

Guillermo del Toro Gómez
Lesermeinung
Geboren
09.10.1964 in Guadalajara, Jalisco, Mexiko
Alter
56 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Bei Guillermo del Toro, dem Bücherwurm mit der außergewöhnlichen Vorstellungskraft und Ausdrucksfähigkeit, wurde das Interesse an der Filmbranche schon in seiner frühesten Jugend geweckt. Zuerst lernte er alles über Make-up und dessen Wirkung von Dick Smith, der u.a. für das Make-up bei "Der Exorzist", "Der Pate" und "Die durch die Hölle gehen" verantwortlich zeichnet. Eine gute Schule für den jungen Mexikaner, der später lange Jahre als Make-up-Spezialist tätig war. Die Grundlagen des Regieführens und Drehbuchschreibens erlernte er in einer Filmschule, die er - nach eigener Aussage - mitbegründet hat. Außerdem drehte er Kurzfilme, für die er auch das Drehbuch verfasste und deren Produktion er übernahm.

Guillermo del Toro ist ein Perfektionist. Die Vorarbeiten, die er für einen Film leistet, sind äußerst umfangreich und erfordern sehr viel Zeit. In der Regel arbeitet er detaillierte Biographien zu jeder Rolle aus, baut darauf die Gestaltung des Rollencharakters auf und ermöglicht den Schauspielern auf diese Weise einen tiefergehenden Einblick in den zu spielenden Part.

Seinen Durchbruch hat er mit "Cronos", der 1993 auf die Leinwand kam und lange Zeit als nicht finanzierbar galt. Guillermo del Toro bewies mit seiner eigens für diesen Film gegründeten Spezialeffektfirma das Gegenteil und verwirklichte sein Konzept. Dabei zeigte sich bereits das, was Guillermo del Toros Werk so besonders macht: seine Vorliebe für monochromen Farbeinsatz, Zahnradmotivik und Elemente aus Märchen. "Cronos" brachte Guillermo del Toro bei den Film-Festspielen in Cannes den International Critics Week Prize ein und den Mexikanischen Filmpreis in verschiedenen Kategorien. Damit war die Aufmerksamkeit geweckt und der Mexikaner war nicht mehr nur Insidern ein Begriff.

Es folgen erste internationale Angebote. 1997 dreht er mit "Mimic" seine erste Hollywood-Produktion. Wie in vielen seiner Filme ist das Multitalent auch hier für das Drehbuch verantwortlich. Doch die Arbeit in Hollywood entspricht nicht Del Toros Vorstellung. Er steht unter dem Druck der Produktionsfirma und seine künstlerische Intention wird so sehr eingeschränkt, dass er nach der Fertigstellung des Horrorfilms mit dem Ergebnis nur "halb" zufrieden ist und enttäuscht nach Mexiko zurückkehrt, wo er eine eigene Produktionsfirma gründet.

In Eigenarbeit - Regie, Drehbuch und Produktion - entsteht 2001 erneut ein Film, der ihm Zuspruch von Seiten der Kritiker und des Publikums einbringt. "Das Rückgrat des Teufels", eine Geistergeschichte über den spanischen Bürgerkrieg, wird ein großer Erfolg und erneut erhält er ein Angebot aus Hollywood, das er nur zögerlich annimmt. Das Ergebnis dieser zweiten Zusammenarbeit mit einer US-amerikanischen Produktionsfirma ist "Blade II" mit Wesley Snipes. Für del Toro lediglich ein Experimentierfeld für die Comic-Verfilmung "Hellboy", die weitaus besser das zeigt, was er als Regisseur und Drehbuchautor leisten kann.

2006 kommt mit "Pans Labyrinth" ein Meisterwerk in die Kinos. Hoch gelobt von den Kritikern, mehrfach ausgezeichnet bei Festivals und Filmfestspielen und vom Publikum gefeiert, liefert Guillermo del Toro hier einen Meilenstein der Filmgeschichte ab. In jeder Filmminute merkt man, dass der Regisseur und Drehbuchautor sein ganzes Herz in das Erwachsenenmärchen gesteckt hat.

Seine Arbeiten lassen sich in zwei Gruppen einteilen: Zum einen liefert er Eigenproduktionen ab, an denen er persönlich hängt und die in der Regel eine Mischung aus Kunst- und Horrorfilm darstellen, auf der anderen Seite dreht er kommerzielle Filme, die ihm die Finanzierung der persönlichen Projekte ermöglichen.

Mit "The Shape of Water" ist ihm beides gelungen – und das durchaus in beachtlicher Weise. Für die Monsterromanze ist er in der Rubrik "Beste Regie" im März 2018 mit einem Oscar ausgezeichnet worden.

Weitere Arbeiten von Guillermo del Toro: "Doña Lupe" (1985), "Doña Herlinda y su hijo" (nur Produktion, 1985), "Geometria" (1987), "Hora Marcada" (TV-Serie, fünf Folgen, 1989), "Un Embrujo" (nur Produktion, 1998), "Asesino en serio" (nur Produktion, 2002), "Crónicas" (nur Produktion, 2004), "Hellboy Animated: Sword of Storms" (nur Produktion, 2006), "Hellboy Animated: Blood and Iron" (nur Produktion, 2007), "Das Waisenhaus" (nur Produktion, 2007), "Hellboy Animated: Iron Shoes" (nur Produktion, 2007), "Hellboy - Die goldene Armee" (2008), "Cosas insignificantes", "While She Was Out", "Rudo y Cursi" (alle nur Produktion, 2008), "Splice", "Biutiful", "Rabia" (alle nur Produktion, 2009), "Mama" (Produktion), "Der Hobbit: Eine unerwartete Reise" (Buch, alle 2012), "Pacific Rim" (2013, Regie und Buch).

Filme mit Guillermo del Toro

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