Hat die Wandlungsfähigkeit eines Chamäleons: Benicio Del Toro.
Fotoquelle: cinemafestival/shutterstock.com

Benicio Del Toro

Lesermeinung
Geboren
19.02.1967 in Santurce, Puerto Rico
Alter
54 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Kritiker vergleichen ihn bereits mit dem jungen Marlon Brando: Benicio Del Toro, der für seine Rolle in Steven Soderberghs "Traffic - Macht des Kartells" 2001 mit dem Oscar als bester Nebendarsteller, dem Golden Globe und einem Bären bei den Berliner Filmfestspielen ausgezeichnet wurde. Dies ist die längst überfällige Würdigung des Schauspielers, der mit der Wandlungsfähigkeit eines Chamäleons beeindruckt und in allen seinen Rollen buchstäblich aufzugehen scheint. Das zeigte er auch in dem Kinozweiteiler "Che - Revolution" und "Che - Guerilla" (beide 2008) von Soderbergh, in dem er als argentinischer Arzt und Revolutionsführer Che Guevara brillierte.

Del Toro empfahl sich bereits 1995 mit einer der exzentrischsten Performances der letzten Jahre als einer der vielversprechendsten Jungstars von Hollywood: Er besaß den Mut, seine Rolle Bryan Singers Thriller-Meisterwerk "Die üblichen Verdächtigen" als Gangster Fenster so flamboyant zu spielen, dass man fast keine seiner Dialogzeilen verstehen konnte. Der Part bescherte ihm seinen ersten Independent Spirit Award als bester Nebendarsteller. Für seine Rolle in der Künstlerbiografie "Basquiat" (1996) erhielt er diese Auszeichnung ebenfalls.

In Terry Gilliams Hunter-S.-Thompson-Verfilmung "Fear and Loathing in Las Vegas" (1998) mit Johnny Depp gab Del Toro erneut Gas: Um den nach dem Chicano-Aktivisten Oscar Zeta Acosta modellierten Dr. Gonzo überzeugend spielen zu können, legte er knapp 20 Kilo zu und recherchierte bei Acostas Familie, die ihm auch dessen Garderobe zur Verfügung stellte. Del Toro wuchs in Pennsylvania auf. Später besuchte er die University of California in San Diego. Vor der Schauspielerei versuchte sich Del Toro als Maler. Zunächst nur zur Abwechslung studierte er in New York und Los Angeles Schauspiel bei Stella Adler und Arthur Mendoza. Nach einem Cameoauftritt in "Big Top Pee-Wee" (1988) folgte sein offizielles Spielfilmdebüt neben Timothy Dalton in dem James-Bond-Film "James Bond 007 - Lizenz zum Töten" (1989).

Danach spielte er in Filmen wie Sean Penns Drama "Indian Runner" (1991), Peter Weirs Psychodrama "Fearless - Jenseits der Angst" (1994) mit Jeff Bridges und Isabella Rossellini, George Huangs Komödie "Unter Haien in Hollywood" (1994) mit Kevin Spacey, Abel Ferraras Thriller "Das Begräbnis" (1996) mit Christopher Walken, Quinton Peeples' Krimi "Die Fahrt ins Nirgendwo" (1996) und Tony Scotts Psychotriller "The Fan" (1996) mit Robert De Niro und Wesley Snipes.

Neben Alicia Silverstone und Christopher Walken sah man Del Toro in Marco Brambillas Thriller "Ärger im Gepäck" (1997). Erstklassige Kritiken erntete er auch für seine Leistung in Christopher McQuarries Desperado-Thriller "The Way of the Sun". Im Fernsehen hatte Del Toro eine Rolle in der mit einem Emmy ausgezeichneten TV-Miniserie "Drug Wars: The Enrico Camarena Story".

Weitere Filme mit Benicio Tel Toro: "China Moon - Eine heiße Affäre" (1991), "Christopher Columbus: Der Entdecker" (1992), "Snatch - Schweine und Diamanten" (2000) von Madonna-Ehemann Guy Ritchie, "Die Stunde des Jägers" (2002), "21 Gramm" (2003), "Sin City" (2005), "Things We Lost in the Fire" (2007), "Wolfman", "Somewhere" (beide 2010), "Savages", "7 Tage in Havanna" (Regie, beide 2012), "Guardians of the Galaxy" (2014).

Filme mit Benicio Del Toro

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