Trister Alltag im Kampflager: Benecio del Toro
(l.) gönnt sich als Che eine Havanna

Che - Revolution

KINOSTART: 11.06.2009 • Drama • USA, Spanien (2008) • 126 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Che: Part One - The Argentine
Produktionsdatum
2008
Produktionsland
USA, Spanien
Budget
30.000.000 USD
Laufzeit
126 Minuten

Als Fidel Castro am 26. November 1956 mit einer kleinen Truppe auf einem Schiff nach Kuba zurückkehrt, ist Ernesto "Che" Guevara mit an Bord. Der argentinische Arzt will gemeinsam mit Castro den überaus korrupten Diktator Fulgencio Batista stürzen. Guevara erweist sich schnell als wichtiger Mann im revolutionären Kampf, zumal er nicht nur von seinen Mitstreitern, sondern auch von der kubanischen Bevölkerung akzeptiert und sogar bewundert wird. Nach geglückter Revolution wird er in Castros Regierung Außenminister ...

Steven Soderbergh beschreitet erneut ungewohnte Pfade. Diesmal folgt er in zwei Teilen den letzten Lebensstationen Ernesto Guevaras, zeigt ohne revolutionäres Pathos seinen Aufstieg vom Arzt zum heldenhaften Befehlshaber. Vor allem Benicio Del Toro gibt hier eine brillante Darstellung, zeigt einen charismatischen Revolutionär, der die Truppe der Familie vorzieht und sich auch in der Rolle des Politikers unwohl fühlt. Soderbergh lässt – verständlich – vieles weg, konzentriert sich auf Guevara, ohne ihn zum Helden zu stilisieren und zeigt die Episoden aus dessen Leben in fast schon dokumentarisch wirkenden Bildern ohne Pathos oder überzogene Dramatik. Soderbergh drehte im gleichen Jahr auch dei Fortsetzung "Che - Guerilla".

 

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