Als der gefeierte Schauspieler Lawrence Talbot 1891 nach Jahren auf den Landsitz seiner Familie zurückkehrt, um den vermissten Bruder zu suchen, muss er feststellen, dass er zu spät kommt. Denn die Leiche seines Bruders wurde inzwischen gefunden – übelst zugerichtet. Natürlich will Lawrence will, was hinter dessen unsinnigen Tod steckt. So wird er eines Nachts selbst das Ziel einer Attacke: Er wird von einem Werwolf gebissen. Beim nächsten Vollmond verwandelt sich auch Lawrence in eine mordende Bestie ...

Was in einzelnen Szenen stark auszieht (etwa die Umwandlung in den Wolfmenschen), ist in seiner Gesamtheit leider ein misslungener Versuch, aus Versatzstücken allseits bekannter Genrewerke einen halbwegs guten Horrorstreifen zu machen. Joe Johnston, einst mit Werken wie "Rocketeer - Der Raketenmann" eine Hoffnung am Fantasy-Himmel, plündert hier gnadenlos aus der gesamten Filmhistorie, erinnert in Einzelbildern an alte Universal-Filme oder an Produktionen der Hammer Studios, bedient aber insgesamt nur die starren Erwartungen eines kaum denkenden Zuschauers. Spannungsmomente werden für dämliche Schockeffekte daher geschenkt, Szenen holpern ungelenk über die Leinwand und die Schauspieler labern hohle Phrasen. Da ist selbst die ursprüngliche, relativ harmlose Der Wolfsmensch von 1941 mit Lon Chaney jr. prickelnder. Packende Gruselmärchen sehen anders aus!

Foto: Universal