Mickey Rourke, der James Dean für Anspruchslose.
Fotoquelle: Terry Straehley/shutterstock.com

Mickey Rourke

Lesermeinung
Geboren
16.09.1952 in Schenectady, New York, USA
Alter
68 Jahre
Sternzeichen
Biografie

Er hört es gerne, wenn man ihn den "James Dean der 80er Jahre" nennt. Doch von dessen schauspielerischen Qualitäten ist Mickey Rourke weit entfernt. Dennoch, zu Beginn seiner Karriere zeigt der Profiboxer vielversprechendes Talent. Er gefällt neben den Newcomern Steve Guttenberg und Ellen Barkin in Barry Levinsons atmosphärisch dichtem "Diner" (1982) oder in Francis Ford Coppolas "Rumble Fish" (1983). In Michael Ciminos Gangsterdrama "Im Jahr des Drachen" (1985) überzeugt er als Stanley White, einem von Hass und Leidenschaft getriebenen Polizisten, der allerdings infolge seiner blass gezeichneten Gegenspieler ins Leere läuft.

Nach der eindrucksvollen Sex-Akrobatik, die er gemeinsam mit Kim Basinger in "9 1/2 Wochen" (1986) an den Tag legt, feiert man ihn in dem unappetitlichen, aber um so erfolgreicheren Horror-Krimi, "Angel Heart" (1986). Als kleiner Private Eye gerät er in den Dienst des seltsam mephistophelischen Zeitgenossen Louis Cyphre alias Robert De Niro. Eine Nervenklinik, das düstere Harlem und ein geheimnisvolles New Orleans sind Schauplätze, an denen Harry Angel immer wieder mit dem Tod in Berührung kommt: ein Klinikarzt, ein schwarzer Jazz-Musiker, eine seltsame Frau (Charlotte Rampling) und deren Vater müssen sterben.

In Barbet Schroeders "Barfly" (1987) findet er an der Seite von Faye Dunaway seinen Meister. Als Henri Chinaski ist Rourke ein bestürzendes Abbild des jungen Charles Bukowski, eine seiner wenigen reifen Leistungen. In späteren Jahren versucht er sich immer wieder in exzentrischen Rollen. Eine Zeitlang strebt er eine Karriere als Boxer an, doch die Rückkehr in den Ring misslingt. Zu den kuriosesten Leistungen des Schauspielers gehört der "Franziskus" von Assisi, den Liliana Cavani mit ihm am "Originalschauplatz" in Perugia dreht.

Mickey ist in Florida aufgewachsen und beginnt eine erfolgversprechende Karriere als Profiboxer. 1975 geht er nach New York, kommt durch Beziehungen ans "Actor's Studio", gibt zwei Jahre später sein Bühnendebüt in Arthur Millers "A View from the Bridge" und wird von Steven Spielberg für "1941 - Wo, bitte, geht's nach Hollywood?" (1978) entdeckt. Zwischenzeitlich von der Bildfläche und den Kinoleinwänden verschwunden und oft mit privaten (Alkohol-)Problemen beschäftigt, feierte Rourke mit der Comic-Verfilmung "Sin City" 2005 ein viel beachtetes Comeback. Noch besser lief es für ihn allerdings 2008 mit der Hauptrolle in Darren Aronofskys Regiearbeit "The Wrestler", der den Goldenen Löwen der Filmfestspiele von Venedig gewann. Rourke selbst wurde für seine Rolle eines alternden Wrestlers 2009 mit dem Golden Globe als bester Schauspieler in einem Drama ausgezeichnet.

Weitere Filme mit Mickey Rourke: "Gewalt und Liebe" (1980), "City Of Fear" (1980), "Akt der Liebe" (1980), "Die schönen Morde des Eric Binford" (1980), "Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel" (1980), "Heißblütig - Kaltblütig" (1981), "Eureka" (1983), "Der Pate von Greenwich Village" (1984), "Auf den Schwingen des Todes" (1987), "Homeboy" (1988), "Johnny Handsome" (1988), "Wilde Orchidee" (1989), "24 Stunden in seiner Gewalt" (1990), "Harley Davidson und der Marlboro-Mann" (1990), "White Sands - Der große Deal" (1992), "The Last Outlaw - Gnadenlose Jagd" (1993), "Fall Time - Blutiger Herbst" (1994), "Tiefer als Hass" (1994). "Exit In Red" (1995), "The Theory of Obstacles" (1996), "9 1/2 Wochen in Paris" (1996), "Bullet" (1996), "Double Team" (1997), "Point Blank - Over and Out" (1997), "Der Regenmacher" (1997), "Buffalo 66" (1998), "Thursday" (1998), "Dangerous Kids - Highschool der Gewalt" (1998), "Shades" (1999, "Eine Nacht in L.A." (1999), "Im Auge des Sturms - Der braune Hengst in Gefahr" (1999), "Animal Factory" (2000), "Get Carter - Die Wahrheit tut weh" (2000), "The Pledge", "The Follow" (beide 2001), "Irgendwann in Mexiko" (2003), "Mann unter Feuer" (2004), "Domino" (2005), "Stormbreaker" (2006), "Killshot" (2007), "The Wrestler" (2008), "The Informers" (2009), "Iron Man 2", "The Expendables" (beide 2010), "Krieg der Götter 3D" (2011).

Filme mit Mickey Rourke

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