Alicia Silverstone

Lesermeinung
Geboren
04.10.1976 in San Francisco, Kalifornien, USA
Alter
44 Jahre
Sternzeichen
Biografie
Als blondes Teenie-Girl Cher hatte sie bisher ihren größten Erfolg: In "Clueless - Was sonst!" (1995) von Amy Heckerling glänzte Alicia Silverstone als perfekte Karikatur nicht nur einer einzelnen Figur, sondern eines ganzen Lebensgefühls. Für diese Cher gibt es nichts Fürchterlicheres, als sich nach der gestrigen Mode zu kleiden und in irgendeinem noch so unbedeutenden Punkt nicht total hip und angesagt zu sein. In dieser Welt aus Äußerlichkeiten ist sie vollkommen zufrieden, und Alicia Silverstone gelingt es, dieser an sich leblosen Figur Leben einzuhauchen.

Ihren ersten Filmauftritt hatte sie in dem Thriller "Das Biest" (1993) von Alan Shapiro. Darin spielt sie die 14-jährige Tochter eines Hausbesitzers, die sich in einen Mieter verliebt. Dass der ihr wiederstehen kann, kränkt sie zutiefst. Das ebenso raffinierte wie bösartige Luder räumt alles aus dem Weg, was ihrer Traumbeziehung im Weg steht. Der Film war alles andere als ein Hit, aber auf Alicia Silverstone in der Titelrolle wurde man aufmerksam.

In dem Alkoholismus-Drama "Die Macht der Liebe" (1993) von Michael Miller sah mal sie an der Seite von Raquel Welch, es folgten zwei weitere, wenig beachtete TV-Filme "Scherben des Glücks" (1993) von Neema Barnette und "The Cool and the Crazy" (1994) von Ralph Bakshi. Der Thriller "Deception - Tödliche Täuschung" (1994) von Pat Verducci zeigt sie als entschlossenes Girlie, das auf eigene Faust den Mord an ihrer Freundin aufklären will. Auch diesen Film wird man einst kaum zu ihren Klassikern zählen.

Lesen Sie auch auch das prisma-Interview mit Alicia Silverstone (1999). Wieder als Lolita erschien Alicia Silverstone in Guy Ferlands "Innocent Babysitter" (1995) mit George Segal und J. T. Walsh. Der wenig aufregende Erotikthriller brachte sie immerhin mit Joel Schumacher zusammen, der hier als Produzent fungierte und sie später in "Batman & Robin" unterbringen sollte.

"Hideaway - Das Böse" (1995) von Brett Leonard handelt von einem Mann, der zwei Stunden lang im Jenseits weilte und plötzlich ins Leben zurückkehrt. In seinen Halluzinationen sieht er Serienmorde, die sich später als real erweisen. Alicia Silverstone spielt an der Seite von Jeff Goldblum und Christine Lahti. Mit "Clueless - Was sonst!" (1995) wurde sie dann endgültig zum Star, und dies war im Grunde der erste Film, der ihr eine angemesse Bühne für ihr Talent bot. Die originelle Jane-Austen-Adaption wurde ein weltweiter Erfolg und Auslöser für eine TV-Serie.

Unter Wert musste sie sich dagegen wieder in dem bislang vierten Batman-Film, "Batman & Robin" (1997) von Joel Schumacher, verkaufen. Viele Stars (Arnold Schwarzenegger, George Clooney, Chris O'Donnell, Uma Thurman), viel Action, aber wenig Spannung war unter dem Strich das Resultat dieses leblosen Retortenprodukts, das selbst gute Ideen leichtfertig verschenkte.

Ebenfalls 1997 entstand Marco Brambillas Thriller "Ärger im Gepäck", in dem Alicia Silverstone mit Christopher Walken und Benicio Del Toro vor der Kamera stand. Walken war auch einer ihrer Partner in der erfrischenden Komödie "Eve und der letzte Gentleman" (1998) von Hugh Wilson. Ein Jahr später besetzte sie dann Shakespeare-Profi Kenneth Branagh in seinem nicht immer stimmigen Musical "Verlorene Liebesmüh'", 2002 sah man sie in "Abgezockt!" und 2004 in dem müden "Scooby Doo 2: Die Monster sind los". Ein wenig besser war dann wieder "Silence Becomes You - Bilder des Verrats" (2005).

Weitere Filme mit Alicia Silverstone: "Pink Collar", "Stormbreaker", "Candles on Bay Street" (alle 2006), "The Singles Table" (Serie, 2007), "Bad Mother's Handbook" (2008), , "Von der Kunst, sich durchzumogeln", "Vamps", "Goody", "Butter", "Ass Backwards" (alle 2011).

Lesen Sie auch auch das prisma-Interview mit Alicia Silverstone (1999).

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