Rhys Ifans

Ganz schön schräger Typ: Rhys Ifans. Vergrößern
Ganz schön schräger Typ: Rhys Ifans.
Fotoquelle: Denis Makarenko/shutterstock.com
Rhys Evans
Geboren: 22.07.1968 in Haverfordwest, Pembrokeshire, Wales, Großbritannien
Sternzeichen: Krebs

Rhys Ifans ist durch und durch ein Typ. Bekannt wurde er als total verrückter Untermieter von Hugh Grant in "Notting Hill" (1999) und stahl nicht nur Julia Roberts die Show, sondern zeigte auch, dass man immer dann zum Liebling der Zuschauer wird, wenn man bereit ist sich selbst zum Narren zu machen. Und das macht er in der Liebeskomödie zu Genüge. Ob in ausgeleierter Unterhose vor den Paparazzi, im knappen T-Shirt oder im Taucheranzug, Rhys Ifans spielt den Chaoten so überzeugend, dass man ihm Ernsthaftigkeit gar nicht zutraut. Umso schwerer fällt es dem Zuschauer, sich den walisischen Schauspieler auch in anderen Rollen vorzustellen. Doch Rhys Ifans kann auch anders, was er schon mehrfach unter Beweis gestellt hat.

Rhys Ifans ist Vollblut-Waliser. Er wurde dort geboren, wuchs dort auf. Seine erste Sprache war Walisisch, sein Fernsehdebüt gab er als Moderator eines walisischen Kinderquiz bei einem walisisch-sprachigen Fernsehsender. Es folgten weitere Engagements in walisisch-sprachigen Fernsehproduktionen, danach am Royal National Theatre in London und dem Royal Exchange Theatre in Manchester. Bevor er mit "Notting Hill" seinen internationalen Durchbruch feierte, sah man Rhys Ifans in Karl Francis' Melodram "Streetlife", in Anthony Hopkins' Drama "August" (beide 1995), gemeinsam mit seinem Bruder Llyr Ifans und Dougray Scott in der schwarzen Komödie "Twin Town - Das Chaoten-Kaff" (1997), neben Meryl Streep und Michael Gambon in dem britisch-irischen Familiendrama "Tanz in die Freiheit" und in Charles McDougalls Thriller "Heart - Jeder kann sein Herz verlieren" (beide 1998). Eine abwechslungsreiche Filmauswahl, die zeigt, dass Rhys Ifans zwar wie der geborene Klassenclown ausschaut, aber durchaus auch jenseits der lustigen Schiene fahren kann.

In Andy Hursts Thriller "You're Dead" (1999) spielte er neben John Hurt eine der Hauptrollen. Der Bild gewaltige Film über drei Gentlemen-Räuber ist durchaus lobenswert, doch die Story dermaßen durchsichtig, dass sich zumindest der Krimi-Kenner ziemlich schnell langweilt und alle Ereignisse vorhersagen kann. Bevor er gemeinsam mit Joseph Fiennes und Tara Fitzgerald als Yuppie für den Thriller "Extreme Risk" vor der Kamera stand, sah man ihn noch in der belanglosen Komödie "Kevin und Perry tun es" (1999). Anschließend drehte er zusammen mit Sadie Frost, Jude Law, Jonny Lee Miller und Ray Winstone "Love, Honour and Obey" (2000), eine Gangsterkomödie über einen jungen Mann, der sein Glück in einer kriminellen Bande versuchen möchte und dabei dummerweise mit einer rivalisierenden Gang aneinander gerät. Darüber hinaus wagte Rhys Ifans den Schritt über den großen Teich und spielte in Howard Deutchs American-Football-Komödie "Helden aus der zweiten Reihe" (2000) den gescheiterten Ex-Football-Profi und dauerbekifften Waliser Nigel 'The Leg' Gruff.

Es folgte mit Steven Brills "Little Nicky" ein Klamauk-Streifen der untersten Schiene. Der walisische Darsteller schlüpfte hier in die Rolle von Adrian, ein Sohn Satans, der gemeinsam mit seinem Bruder Cassius Reißaus nimmt. Harvey Keitel als Höllenherrscher ist gar nicht begeistert von seinem Nachwuchs und schickt seinen dritten und jüngsten Sohn Nicky hinter seinen beiden Erstgeborenen her. Doch Nicky - gespielt von Adam Sandler -, des Teufels Lieblingssohn, stellt sich vertrottelt dämlich an und sorgt dafür, dass der gesamte Film zu einer albernen Aneinanderreihung dummer Geschmacklosigkeiten wird.

Dass Klamauk auch niveauvoller präsentiert werden kann, beweist Rhys Ifans in Michel Gondrys Komödie "Human Nature - Die Krone der Schöpfung" (2001). Die Zivilisationssatire erinnert oft an die skurrilen Werke der britischen Komikertruppe Monty Python. Mit tollen Darstellern (Tim Robbins als Nathan, Patricia Arquette als behaarte Freundin und Rhys Ifans als Affenmensch), einer spöttischen Betrachtung vieler so genannter Errungenschaften der Zivilisation und einer Fülle deftiger Einfälle ist dieser Film vor allem für Freunde des derben, etwas tiefsinnigeren Humors sehenswert.

Seine Vielseitigkeit stellte Rhys Ifans einmal mehr unter Beweis, als er 2001 für den kanadisch-britischen Drogen-Thriller "The 51st State" und Lasse Hallströms einfühlsames Drama "Schiffsmeldungen" besetzt wurde. 2004 schlüpfte er in eine Kostümrolle für Mira Nairs "Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit" (2004). Mit "Enduring Love" (2004), "Chromophobia" (2005) und "Four Last Songs" (2007) folgten einige Filmprojekte, die ihn zwar mit namhaften Schauspielern wie Daniel Craig, Ralph Fiennes und Stanley Tucci vor die Kamera brachten, die international aber eher unbeachtet blieben. Mehr ins Augen fielen da seine Auftritte in "Hannibal Rising - Wie alles begann" (2006) und "Elizabeth - Das goldene Königreich" (2007).

2009 zeigte er einmal mehr sein großartiges komödiantisches Talent, als er in genial-blöden Komödie "Radio Rock Revolution" die abgedrehte Radio-Legende Gavin spielte und sich mit dem amerikanischen DJ The Count (Philip Seymour Hoffman) einen grotesken Moderatoren-Kleinkrieg lieferte. Ebenfalls humorvoll kam er als Howard Marks, der größte Drogenschmuggler Großbritanniens, in "Mr. Nice" daher und in "Greenberg" schlüpfte er in die Rolle des Ivan Schrank, der ehemals coole, doch mittlerweile spießige Freund von Hauptcharakter Roger Greenberg (alias Ben Stiller), während er in "Eine zauberhafte Nanny - Knall auf Fall ..." (alle 2010) den betrügerischen Schwager Phil mimte. Großartig ist seine Verkörperung des Grafen von Oxford in Roland Emmerichs brillant inszenierten und gespielten Kostümdrama "Anonymus" (2011).

Weitere Filme und Serien mit Rhys Ifans: "Spatz" (TV-Serie, 1991), "Nightshift" (TV-Serie, 1993), "The Deadness of Dad" (Kurzfilm), "The Sin Eater" (Kurzfilm), "Der Preis des Verbrechens - Tod eines Mädchens" (TV-Serie, alle 1997), "Janice Beard 45 WPM", "Robbie das Rentier in 'Das große Rentierrennen'" (Sprecher, beide 1999), "Hotel" (2001), "Ein Weihnachtsmärchen" (Sprecher, 2001), "Once Upon a Time in the Midlands" (2002), "Danny Deckchair" (2003), "Not Only But Always" (2004), "El sueño de una noche de San Juan" (Sprecher, 2005), "The Undertaker" (Kurzfilm, 2005), "Garfield 2" (Sprecher, 2006), "Come Here Today", "The Last Word Monologues" (TV-Serie), "A Number" (alle 2008), "The Informers", "Mr. Nobody" (2009), "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1", "Mr. Nice" (beide 2010), "Neverland - Reise in das Land der Abenteuer" (2011), "The Amazing Spider-Man", "Fast verheiratet" (beide 2012).


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