Ein Tag in Paris 1775
03.03.2019 • 19:30 - 20:15 Uhr
Report, Geschichte
Lesermeinung
Als der Beruf des Damenfriseurs noch nicht gesellschaftsfähig ist, träumt der junge Perückenmacher Léonard Minet (Max Hegewald) davon, Damenfriseur zu werden.
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Kleider machen Leute. Das gilt besonders im Paris des 18. Jahrhunderts. Ohne Perücke und eleganter Kleidung würde Perückenmacher Léonard Minet (Max Hegewald) niemals das Haus verlassen.
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Léonard Minet (v.l. Janis Kirmuska, Max Hegewald) soll die Werkstatt von seinem Vater übernehmen. Damenfrisuren zu entwerfen, ist für Vater Minet aber nur ein Hirngespinst seines Sohnes.
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Feiner Mehlstaub gibt den Perücken einen besseren Halt: Was den armen Parisern für das tägliche Brot fehlt, streuen die Perückenmacher dem Adel auf den Kopf (Perückenmacher Léonard Minet: Max Hegewald).
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Der Perückenmacher Gabriele Filistrucchi in seinem Atelier in Florenz. Der über 80-jährige ist ein berühmter Perückenmacher in der zehnten Generation. Sein Sohn Gherardo arbeitet noch heute nach alter Handwerkskunst.
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Der berühmte Perückenmacher Gabriele Filistrucchi aus Florenz fertigt seine Perücken noch immer auf traditionelle Art und Weise.
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Der über 80-jährige Perückenmacher Gabriele Filistrucchi erklärt sein Handwerk. Er ist einer der berühmtesten Perückenmacher Europas.
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Am Anfang der Perücke steht das Haarnetz. Perückenmacher Gherardo Filistrucchi nagelt es auf ein Kopfmodell aus Holz.
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Die für eine klassische Perücke charakteristischen Locken werden im Haus Filistrucchi seit Generationen nur mit einem Lockenstab aus Eisen geformt.
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Die Chance, eine Adlige am Hof von Versailles zu frisieren, gibt Léonard Minet (Max Hegewald)  die Möglichkeit, sich einen Namen als Damenfriseur zu machen. Darstellerin rechts: Liene Beinerovica.
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Bei der Morgentoilette verzichten die Pariser des 18. Jahrhundert fast gänzlich auf Wasser. Den Körper reinigt man mit trockenen Tüchern (Max Hegewald).
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In der Werkstatt der Minets betrachtet Perückenmacher Léonard Minet (Max Hegewald) mit seinen Kollegen  (Oskars Viksne, M., und Leva Pakalnina, r.)  mit seinen Kollegen die neusten Entwürfe der Pariser Starfriseure.
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Seinen Traum, Damen zu frisieren kann Léonard Minet (Max Hegewald) nur heimlich verfolgen. Die junge Schauspielerin Lucille (Leva Florence) ist sein Model.
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Der Historiker Mathieu da Vinha betrachtet den Grundriss des Schlosses von Versailles. Hinter der glamourösen Fassade und den großen Prunksälen birgt das Schloss auch ein Labyrinth aus tausenden engen Gängen und Räumen für die unteren Stände.
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Der Ingenieur Franck Charbonneau ist im unterirdischen Stollennetz von Paris unterwegs. Über Jahrhunderte wurde dort im Untertagebau Tonnen von Kalkstein und Mineralien gefördert und als Baumaterial verwendet.
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Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2019
Report, Geschichte

"Die Hygiene war eine Katastrophe"

Von Andreas Schoettl

Wie mag es sich im Paris des Jahres 1775 wohl gelebt haben? "Terra X" zieht zu Hofe und entdeckt, dass es unter königlichem Glanze ziemlich gestunken hat.

14 Jahre sollte es noch dauern, bis der Volkszorn mit dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli 1789 losbrach. Doch bereits 1775 kündigte sich an, dass der feudal-absolutistische Ständestaat Frankreichs nur noch kurz seine ausschweifenden Partys zu Hofe König Ludwigs XVI. feiern wird. In den Straßen von Paris, sagen wir, genau am 15. April 1775, kämpfte der Großteil der Stadtbevölkerung um das nackte Überleben. Missernten sorgten unter anderem dafür, dass beispielsweise die Brotpreise ins nahezu Unermessliche stiegen. Gleichzeitig benötigte der verwöhnte Adel das für das Brotbacken so unersetzliche Mehl. Weiß gepudert sollten seine ohnehin aufwendig hergestellten Perücken besonders edel erscheinen. In einer weiteren Folge der Reihe "Ein Tag in..." schildert "Terra X" nun den Alltag des fiktiven Perückenmachers Léonard Minet. Er erlebt noch das starre Klassendenken und wie der Pöbel sich nach den Essensresten der Reichen verschlingt. Zu Minets Erfahrungen zählen aber auch der Aufschwung von Paris zur Modestadt. Das ist verwunderlich, da die Metropole zur Zeit des Ancien Régime einer Kloake glich.

Im Film von Jochen Ruderer und Sigrun Laste beschreibt unter anderem Prof. Gunther Hirschfelder Zustände, die sprichwörtlich bis zum Himmel stanken. "Die Hygiene damals war eine Katastrophe", so der Kulturanthropologe. Er führt an, was vielen Menschen damals die Kopfhaut zum jucken brachte. Hirschfelder: "Das Waschen mit Wasser galt als ungesund."


Quelle: teleschau – der Mediendienst

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