Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Geparden
09.10.2018 • 22:15 - 23:00 Uhr
Natur+Reisen, Tiere
Lesermeinung
Hannes Jaenicke besucht Les Carlisle in Südafrika. In einem privaten Schutzgebiet ist die Wiederansiedlung von Geparden gelungen.
Vergrößern
Hannes Jaenicke bei Laurie Marker in Namibia. Auf dem Gelände ihrer Naturschutzorganisation betreut Laurie Marker auch Geparden, die nicht mehr ausgewildert werden können.
Vergrößern
Hannes Jaenicke bei Laurie Marker in Namibia. Die Gründerin des Cheetah Conservation Fund kümmert sich seit 30 Jahren um den weltweiten Schutz von Geparden.
Vergrößern
Hannes Jaenicke lernt das Herdenschutzprojekt des Cheetah Conservation Fund kennen. Über 600 Kangals sind als Herdenschutzhunde für die Viehherden der Farmer in Namibia im Einsatz und tragen so auch erfolgreich zum Schutz der Geparde bei.
Vergrößern
Hannes Jaenicke macht sich ein Bild, wie Geparde in Deutschland in Privathaushalten leben. Die Haltung von Geparden ist in Deutschland grundsätzlich möglich, solange es sich um Nachzuchten handelt. Die Haltungsbedingungen sind bundesweit nicht einheitlich geregelt.
Vergrößern
Hannes Jaenicke bei den Vorbereitungen einer Gepardenumsiedlung. Zu den regelmäßigen Managementaufgaben eines privaten Schutzgebietes in Südafrika gehört es, einzelne Geparden in andere Schutzgebiete umzusiedeln. So wird Inzucht vermieden.
Vergrößern
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
Natur+Reisen, Tiere

Der Naturschutz kennt keine Pause

Von Markus Schu

Hannes Jaenicke ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Umwelt- und Tierschützer. In der neuen Ausgabe von "Im Einsatz für..." widmet er sich nun dem schnellsten Landsäugetier der Welt.

Kann man Hannes Jaenicke eigentlich als den deutschen Leonardo DiCaprio bezeichnen? In einer Vergleichskategorie trifft dies auf jeden Fall zu: Beiden liegt die Umwelt sehr am Herzen. DiCaprio engagiert sich schon seit Jahren für den Tier- und vor allem für den Klimaschutz. Jaenicke hingegen widmet sich hauptsächlich dem Fortbestand bedrohter Tierarten. Der überzeugte Umweltaktivist dreht seit genau zehn Jahren Naturdokus fürs ZDF. Unter dem Motto "Im Einsatz für..." setzte sich der streitbare 58-Jährige schon für Orang-Utans, Haie, Nashörner und Eisbären ein. Zur Jubiläumsfolge Nummer Zehn begab sich Jaenicke nun unter anderem auf den afrikanischen Kontinent. Diesmal will er den Sprintkönig unter den Landsäugetieren porträtieren – das ZDF zeigt Jaenicke zu später Stunde "Im Einsatz für Geparden".

Nur noch 7.000 Geparden leben derzeit weltweit in Freiheit – Tendenz sinkend. Selbstverständlich ist dieser niedrige Bestand unmittelbar mit dem Eingriff des Menschen in Flora und Fauna verknüpft: Bevölkerungswachstum, Armut, Raubbau, Wilderei und Umweltverschmutzung wirken sich negativ auf das globale Ökosystem aus. Mit der neuen ZDF-Doku (Regie: Eva-Maria Gfirtner und Judith Adlhoch) will Hannes Jaenicke erkunden, was die konkreten Gründe für den dramatischen Rückgang der Geparden-Bestände sind.

Dafür besucht er Dr. Laurie Marker in Namibia. Mit ihrer Organisation, dem Cheeta Conservation Fund, gelingt es ihr dort seit über drei Jahrzehnten, für eine stabile Geparden-Population zu sorgen. Auch nach Südafrika verschlägt es den beliebten Schauspieler. Hier leben die majestätischen Tiere in einem riesigen Naturreservat. Dieser menschliche Eingriff bringt viele Vorteile: Das Gebiet ist umzäunt und unterliegt einer ständigen Aufsicht, die Tiere leben von der Außenwelt abgeschottet und geschützt. Sind solche eingegrenzten Gebiete unabdingbar, um das Überleben verschiedener Tierarten zu sichern, wie Reservatleiter Les Carlisle behauptet?

Ein hauptsächlicher Grund für den drastischen Rückgang der Bestände ist der florierende, illegale Handel mit Geparden. Über Schmuggler werden Jungtiere beispielsweise nach Saudi-Arabien gebracht – dort gilt die Raubkatze als Statussymbol und findet sich auf zahlreichen Bildern in den Sozialen Medien wieder. Doch Jaenicke recherchiert auch in Deutschland: Denn hierzulande ist die Haltung von Geparden absurderweise sogar in Privathaushalten gestattet – unter gewissen Bedingungen.

In rund 45 Minuten gelingt den Machern ein eindrucksvolles Plädoyer für den Umwelt- und Naturschutz im Allgemeinen und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Schicksal des Geparden im Speziellen. Jaenickes Resümee fällt folgendermaßen aus: "Wir reden immer von Raubtieren, Nutztieren, Schadtieren, Beutetieren, Haustieren – aber alle diese Definitonen werden von uns Menschen gemacht. Dabei ist jedes Tier Teil der Natur und deshalb schützenswert."


Quelle: teleschau – der Mediendienst

Das beste aus dem magazin

Ein Paar steht im Sonnenuntergang am Strand und hat sich in den Armen.
Reise

Ein schöner Urlaub für alle: Barrierefrei reisen

Barrierefreies Reisen ist für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen möglich. Ob Unterkunft, Sehenswürdigkeiten oder Mobilitätsservice – "Reisen für alle" bietet die passende Lösung.
Das Buch „Nimm den Zwängen die Macht. Zwangsstörungen und Zwangsgedanken verstehen, sich ihnen stellen und Freiheit zurückgewinnen “
Gesundheit

Für Sie gelesen: "Nimm den Zwängen die Macht"

Zwangsstörungen belasten Betroffene und sind oft schwer nachvollziehbar. Ein neuer Ratgeber erklärt die Unterschiede zwischen Marotten und krankhaften Zwängen und gibt wertvolle Tipps zur Überwindung.
Midge Ure guckt in die Ferne.
HALLO!

Midge Ure: "Es ist entweder mutig oder komplett verrückt"

Midge Ure, ehemaliger Frontmann von Ultravox, kehrt mit einem neuen Doppel-Album zurück. Im Interview spricht er über seine musikalische Entwicklung, den Einfluss von Kraftwerk und seine Entscheidung für ein Doppel-Album.
Professor Dr. Sven Ostermeier
ist Facharzt für Orthopädie und 
Unfallchirurgie, Sportmedizin, 
Chirotherapie und spezielle 
orthopädische Chirurgie. Der 
Schulter- und Knie-Experte arbeitet als leitender Orthopäde 
der Gelenk-Klinik Gundelfingen. 
Außerdem ist er Instruktor der  Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie (AGA).
Gesundheit

E-Bike oder Fahrrad: Was ist besser für Rücken, Knie und Gelenke?

E-Bikes gelten als gelenkschonend und bequem. Doch sind sie auch genauso gut für Knochen und Gelenke wie klassisches Radfahren?
Dr. med. Heinz-Wilhelm Esser ist Oberarzt 
und Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Kardiologie am Sana-Klinikum Remscheid und bekannt als „Doc Esser“ in TV, 
Hörfunk und als Buchautor.
Gesundheit

Wer viel misst, misst Mist

Selbsttests in Drogeriemärkten versprechen schnelle Diagnosen durch Künstliche Intelligenz. Doch wie zuverlässig sind diese Tests wirklich? Dr. Heinz-Wilhelm Esser, bekannt als "Doc Esser", erklärt die Risiken und betont die Bedeutung ärztlicher Erfahrung.
Martin Brambach im Anzug.
Star-News

Martin Brambach über seine Rolle als Ronnie im "Tatort": "Es ist schwer, eine gute Rolle loszulassen"

Martin Brambach macht nicht nur als Tatort-Ermittler eine gute Figur. In „Mit Herz und Hilde“ spielt er Ronnie, einen Mann, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird, dabei aber gleichzeitig die Gegenwart nicht aus den Augen verliert.