Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Geparden

  • Hannes Jaenicke schaut Dr. Laurie Marker bei ihrer Arbeit über die Schulter. Sie hat den Cheetah Conservation Fund vor mehr als drei Jahrzehnten gegründet und setzt sich damit zum Wohle von Geparden ein. Vergrößern
    Hannes Jaenicke schaut Dr. Laurie Marker bei ihrer Arbeit über die Schulter. Sie hat den Cheetah Conservation Fund vor mehr als drei Jahrzehnten gegründet und setzt sich damit zum Wohle von Geparden ein.
    Fotoquelle: ZDF / Markus Strobel
  • Umweltaktivist Hannes Jaenicke ist beeindruckt von Dr. Laurie Markers leidenschaftlichem Engagement. Vergrößern
    Umweltaktivist Hannes Jaenicke ist beeindruckt von Dr. Laurie Markers leidenschaftlichem Engagement.
    Fotoquelle: ZDF / Markus Strobel
  • Hannes Jaenicke lernt in Namibia so einiges über die bedrohte Tierart der Geparden. Inwiefern auch Hunde zum Schutz der Raubkatzen beitragen, erfährt er durch die Arbeit des Cheetah Conservation Fund. Vergrößern
    Hannes Jaenicke lernt in Namibia so einiges über die bedrohte Tierart der Geparden. Inwiefern auch Hunde zum Schutz der Raubkatzen beitragen, erfährt er durch die Arbeit des Cheetah Conservation Fund.
    Fotoquelle: ZDF / Markus Strobel
  • Geparden als Haustiere? In Deutschland durchaus erlaubt, wie Hannes Jaenicke schockiert feststellen muss... Vergrößern
    Geparden als Haustiere? In Deutschland durchaus erlaubt, wie Hannes Jaenicke schockiert feststellen muss...
    Fotoquelle: ZDF / Markus Strobel
  • In Südafrika trifft Hannes Jaenicke (zweiter von rechts) auf Les Carlisle (rechts). Dieser sorgt für den Schutz der Geparden in einem riesigen Naturreservat. Jaenicke erhält einen Einblick in die unterschiedlichsten Aufgaben, die dort tagtäglich anfallen. Vergrößern
    In Südafrika trifft Hannes Jaenicke (zweiter von rechts) auf Les Carlisle (rechts). Dieser sorgt für den Schutz der Geparden in einem riesigen Naturreservat. Jaenicke erhält einen Einblick in die unterschiedlichsten Aufgaben, die dort tagtäglich anfallen.
    Fotoquelle: ZDF / Markus Strobel
  • Les Carlisle (rechts) ist es gelungen, die Sicherheit und den Fortbestand von Geparden zu gewährleisten - in einem privaten südafrikanischen Schutzgebiet. Mit Hannes Jaenicke spricht er über die Zukunft der Raubtiere. Vergrößern
    Les Carlisle (rechts) ist es gelungen, die Sicherheit und den Fortbestand von Geparden zu gewährleisten - in einem privaten südafrikanischen Schutzgebiet. Mit Hannes Jaenicke spricht er über die Zukunft der Raubtiere.
    Fotoquelle: ZDF / Markus Strobel
Natur+Reisen, Tiere
Der Naturschutz kennt keine Pause
Von Markus Schu

Infos
Produktionsland
Deutschland
Produktionsdatum
2018
ZDF
Di., 09.10.
22:15 - 23:00


Hannes Jaenicke ist nicht nur Schauspieler, sondern auch Umwelt- und Tierschützer. In der neuen Ausgabe von "Im Einsatz für..." widmet er sich nun dem schnellsten Landsäugetier der Welt.

Kann man Hannes Jaenicke ("Tatort") eigentlich als den deutschen Leonardo DiCaprio ("Inception") bezeichnen? In einer Vergleichskategorie trifft dies auf jeden Fall zu: beiden liegt die Umwelt sehr am Herzen. DiCaprio engagiert sich schon seit Jahren für den Tier- und vor allem für den Klimaschutz. Jaenicke hingegen widmet sich hauptsächlich dem Fortbestand bedrohter Tierarten. Der überzeugte Umweltaktivist dreht seit genau zehn Jahren Naturdokus fürs ZDF. Unter dem Motto "Im Einsatz für..." setzte sich der streitbare 58-Jährige schon für Orang-Utans, Haie, Nashörner und Eisbären ein. Zur Jubiläumsfolge Nummer Zehn begab sich Jaenicke nun unter anderem auf den afrikanischen Kontinent. Diesmal will er den Sprintkönig unter den Landsäugetieren porträtieren – das ZDF zeigt Jaenicke zu später Stunde "Im Einsatz für Geparden".

Nur noch 7.000 Geparden leben derzeit weltweit in Freiheit – Tendenz sinkend. Selbstverständlich ist dieser niedrige Bestand unmittelbar mit dem Eingriff des Menschen in Flora und Fauna verknüpft: Bevölkerungswachstum, Armut, Raubbau, Wilderei und Umweltverschmutzung wirken sich negativ auf das globale Ökosystem aus. Mit der neuen ZDF-Doku (Regie: Eva-Maria Gfirtner und Judith Adlhoch) will Hannes Jaenicke erkunden, was die konkreten Gründe für den dramatischen Rückgang der Geparden-Bestände sind.

Dafür besucht er Dr. Laurie Marker in Namibia. Mit ihrer Organisation, dem Cheeta Conservation Fund, gelingt es ihr dort seit über drei Jahrzehnten für eine stabile Geparden-Population zu sorgen. Auch nach Südafrika verschlägt es den beliebten Schauspieler. Hier leben die majestätischen Tiere in einem riesigen Naturreservat. Dieser menschliche Eingriff birgt viele Vorteile: Das Gebiet ist umzäunt und unterliegt einer ständigen Aufsicht, die Tiere leben von der Außenwelt abgeschottet und geschützt. Sind solche eingegrenzten Gebiete unabdingbar, um das Überleben verschiedener Tierarten zu sichern, wie Reservatleiter Les Carlisle behauptet?

Ein hauptsächlicher Grund für den drastischen Rückgang der Bestände ist der florierende, illegale Handel mit Geparden. Über Schmuggler werden Jungtiere beispielsweise nach Saudi-Arabien gebracht – dort gilt die Raubkatze als Statussymbol und findet sich auf zahlreichen Bildern in den Sozialen Medien wieder. Doch Jaenicke recherchiert auch in Deutschland: Denn hierzulande ist die Haltung von Geparden absurderweise sogar in Privathaushalten gestattet – unter gewissen Bedingungen.

In rund 45 Minuten gelingt den Machern ein eindrucksvolles Plädoyer für den Umwelt- und Naturschutz im Allgemeinen und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Schicksal des Geparden im Speziellen. Jaenickes Resümee fällt folgendermaßen aus: "Wir reden immer von Raubtieren, Nutztieren, Schadtieren, Beutetieren, Haustieren – aber alle diese Definitonen werden von uns Menschen gemacht. Dabei ist jedes Tier Teil der Natur und deshalb schützenswert."


Quelle: teleschau – der Mediendienst


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