Nordlichter - Leben am Polarkreis
07.11.2026 • 16:00 - 16:45 Uhr
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Produktionsland
D
Produktionsdatum
2020
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Nordlichter - Leben am Polarkreis

Sie ist eine der faszinierendsten Regionen der Erde und gleichzeitig die am meisten bedrohte: die Arktis. Zwei ZDF-Teams reisen entlang des Polarkreises, einmal rund um den Nordpol. ZDF-Reporterin Phoebe Gaa ist in diesem Teil des Films von Spitzbergen bis in den Osten Sibiriens unterwegs. Sie erlebt, wie sich die polare Welt im Zeitalter der globalen Erwärmung verändert, und trifft Menschen, die ihre Traditionen gegen die Moderne verteidigen. Majestätische Landschaften, weit entfernt von den Querelen im Rest der Welt. Spitzbergen sei ein "Happy Place", ein Ort, an dem man einfach glücklich sein müsse, erzählt Snorre Hagen. Die Faszination, die seine Heimat auf Besucher aus aller Welt ausübt, kann der Norweger nachvollziehen. Doch die steigenden Touristenzahlen, vor allem im Kreuzfahrtbereich, bereiten ihm auch Sorgen. Hagen fliegt als Hubschrauberpilot für die Luftrettung auf Spitzbergen. Gerät ein Schiff in Seenot, rücken er und seine Kollegen aus. Allerdings kämen die Rettungsmannschaften mit ihren zwei auf Spitzbergen stationierten Hubschraubern schnell an ihre Grenzen, wenn eines der Kreuzfahrtschiffe mit mehreren Tausend Menschen an Bord in Seenot geriete. Dass das arktische Meereis sich zurückzieht, beobachten nahezu alle, mit denen das ZDF-Team bei seiner Reise entlang des Polarkreises ins Gespräch kommt. Die Schlüsse, die sie daraus ziehen, sind unterschiedlich. Die Kreuzfahrtunternehmen nutzen die Chance, ihre Gäste in immer weiter nördlich gelegene Gebiete zu bringen. Dass sie mit ihrer Reise in ein fragiles Ökosystem vorstoßen, ist den Touristen an Bord des Kreuzfahrtschiffes vor der Küste Nordnorwegens durchaus bewusst. Der Wunsch, einmal im Leben Nordlichter zu sehen, lässt sie dennoch kalte Oktobernächte an Deck des Luxusliners verbringen. Viele dort sind der Meinung: Je bekannter die Region um den Polarkreis werde, umso höher sei die Bereitschaft der Menschen, etwas für ihren Schutz zu tun. Russland macht aus seinen machtpolitischen Ambitionen in der Arktis keinen Hehl. Auf Jamal wird das ZDF-Team Zeuge des ambitioniertesten russischen Wirtschaftsprojektes der Gegenwart. Die Firma Novatek hat auf der Halbinsel nicht nur Gasfelder erschlossen, sondern mit Sabetta gleich eine ganze Stadt gebaut. Ihr Herzstück: der Seehafen mit einem Terminal für Flüssiggas. Er soll Dreh- und Angelpunkt der Nordostpassage werden, die dank des schmelzenden Meereises ohne die Begleitung von Eisbrechern befahren werden kann. Die Einheimischen, die mit ihren Rentierherden in direkter Nachbarschaft zu den großen Gasfeldern leben, können diese Entwicklung nur aus der Ferne beobachten. In Jakutien drängen sich dem ZDF-Team zwei Geräusche auf. Das unerbittliche Summen der Mückenschwärme, die die sibirische Tundra im Sommer heimsuchen. Und das stete Plätschern, das der tauende Permafrost am Ufer der Kolyma hervorruft. Sergej Zimow und sein Sohn wollen dem etwas entgegensetzen. Mit einem außergewöhnlichen Projekt: Sie wollen die Steppenwelt von vor über 12.000 Jahren wieder zum Leben erwecken. Gräser, Bisons und Wildpferde sind schon da. Wenn es nach Sergej Zimow ginge, könnte eines Tages auch ein Mammut in ihren Pleistozän-Park einziehen. Der Film endet in Tschukotka im äußersten Nordosten Russlands, einer Region, die näher an Alaska als an der russischen Hauptstadt Moskau liegt. Eine eigene Welt, in der sich die Menschen mit herumstreunenden Eisbären und brüllenden Walrossen und neuerdings auch mit den sich verändernden Wetterbedingungen arrangieren.

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