142. Pilcher-Ausgabe im "Herzkino" des ZDF. Eine junge Erbin aus Schottland und ein smarter Psychologe verlieben sich in Cornwall auf der Suche nach der Vergangenheit.

Wechselt Rosamunde Pilcher nach mehr als hundert TV-Liebesdramen das Genre? Zumindest im 142. Pilcher-Film, "Wo dein Herz wohnt", sieht es fast so aus. Immerhin sucht da eine junge Frau, einst als Kind in Schottland adoptiert, nach ihrer wahren Mutter in Cornwall und erfährt, dass sie unter nie geklärten Umständen ums Leben kam. Weil es aber bei Pilcher stets um die Liebe zwischen zwei Menschen geht, um eine darauf folgende Krise und das Sich-Wiederfinden (weshalb der Brit-Botschafter Sebastian Wood den Brexit gleich zukunftsfroh mit Pilcher verglich), ist es auch hier so, dass die Liebe zwischen der Schottin Lilli (Anna Herrmann) und einem bei der Mutter lebenden Psychologen (Jens Atzorn) die Hauptrolle spielt.

Ausgerechnet der Vater des sympathischen Psychologen versteigert ein Cottage, das die junge Schottin soeben geerbt hat. Da wachsen Gefühle heran. Auch im 25. Jahr gehen die Pilcher-Stoffe (seit 1993) im ZDF nicht aus, der Fundus der Leidenschaften scheint unerschöpflich. Stets wird damit dem überlegenen "Tatort"-Krimi im Ersten mit Erfolg in die Suppe gespuckt – fünfeinhalb Millionen Zuschauer (14 Prozent Marktanteil) sahen den letzten neuen "Pilcher" am Sonntagabend im Februar.


Quelle: teleschau – der Mediendienst