Sie hören zu den Ärmsten der Armen und müssen sich unter widrigsten Umständen durchs Leben schlagen: die Kinder dieser Welt. Wie etwa sieben Kindersoldaten in "Tanza" (Regie: Mehdi Charef). Einer von ihnen soll irgendwo in Afrika eine Schule in die Luft bomben - aber er zögert... Dagegen wird in "Blue Gypsy" (Regie: Emir Kusturica) der junge Uros aus dem Jugendknast entlassen, wo er wegen Diebstahls saß. Wird er sein Leben ändern können? Der Teenager Blanca in "Jesus children of America" (Regie: Spike Lee) ist wie seine Eltern Aids-infiziert. Wie geht er mit der Krankheit um? "Bilu e joao" (Katia Lund) zeigt zwei Kinder aus den Slums von Sao Paulo, die sich ihrer Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Müll finanzieren, während "Jonathan" (Regie: Jordan Scott & Ridley Scott) ein traumatisierter Kriegsfotograf ist, der sich zurück in seine Kindheit versetzt. "Ciro" (Regie: Stefano Veneruso) erzählt die Geschichte eines neapolitanischen Jungen, der vom Stehlen lebt und "Song Song & Little Cat" (Regie: John Woo) thematisiert die Geschichte zweier Mädchen in einer chinesischen Großstadt...

Millionen Kinder leben am Rand der Gesellschaft – ausgegrenzt, vergessen, unsichtbar. Vor allem Straßenkinder, arbeitende Kinder, Flüchtlinge, Kinder ethnischer Minderheiten und Waisenkinder werden von Regierungen, Behörden und der Öffentlichkeit ignoriert. Sie gehen häufig nicht zur Schule, haben kaum Zugang zu medizinischer Hilfe und kommen in keiner Statistik vor. Die sieben Episoden, von acht renommierten Regisseuren inszeniert, gibt diesen unsichtbaren Kindern Gesicht und Stimme. Zwar sind die einzelen Episoden von unterschiedlicher Qualität - die Regisseure hatten freie Auswahl bei Thema und Realisation -, doch sie vermögen aufzurütteln. Ein wichtiger Film, dessen Einnahmen zum Teil der Unicef zur Verfügung gestellt werden.

Foto: Concorde