In einem Dorf im westafrikanischen Tschad: Die Brüder Tahir und Amine suchen ihren Vater, der die Familie ohne ein Wort verlassen hat. Durch ihre erfolglose Suche frustriert, lassen sich die Jungen gehen und geraten mit dem Gesetz in Konflikt. Ihre überforderte Mutter schickt sie schließlich in ein Dorf, damit sie dort in der Koranschule streng erzogen werden.

Regisseur Mahamet Saleh Haroun ("Bye Bye Africa") beschäftigt sich in seinem eindringlich inszenierten und gespielten Drama mit einem im Tschad weit verbreiteten Phänomen: Familienväter verlassen ihre Heimat, um im Ausland zu arbeiten, die Familien bleiben auf sich allein gestellt. Im Film stehen allerdings die Gefühle der Zurückgebliebenen im Mittelpunkt. Dabei überzeugen sowohl die beiden jugendlichen Hauptdarsteller als auch der Soundtrack des bekannten Musikers Ali Farka Touré und die Farbgestaltung, bei der Regisseur und Kameramann eng mit dem Maler und Kalligraphen Kader Badaouni zusammenarbeiteten.

Foto: Kairos