Detective Nick Curran, der seine besten Tage bereits hinter sich hat, arbeitet bei der Mordkommission. Bei seinen Ermittlungen in einem bestialischen Mordfall lernt er die attraktive Schriftstellerin Catherine Tramell kennen, die genau solch einen Mord in einem ihrer Werke beschrieben hat und die auch gerne mal die Schenkel spreizt. Gerade arbeitet sie an einem Buch über einen schießwütigen, heruntergekommenen Polizisten. Curran verliebt sich in die mögliche Täterin und wird in einen irritierenden Strudel aus Lust und Leidenschaft, Mord und Gewalt gezogen ...

Wer die Filme des Niederländers Paul Verhoeven kennt, der weiß spätestens seit "Türkische Früchte" (1993), dass dieser Regisseur nicht gerade Produkte für Zartbesaitete inszeniert und dass Sex und Gewalt wesentliche Bestandteile seines Gesamtwerkes sind. Nach den beiden SF-Action-Werken "Robocop" (1987) und "Total Recall - Die totale Erinnerung" (1990) ist dies Verhoevens dritte reine US-Produktion, die auch die Sexualität thematisiert, doch gegenüber seiner Frühwerke eher harmlos daherkommt, für verklemmte Gemüter aber immer noch skandalös zu wirken vermag. Endlich 'mal wieder ein Thriller, der dank seiner genialen Inszenierung (absolut brillante Kamera von Jan De Bont und kongeniale Musik von Jerry Goldsmith) meisterlich zu packen versteht, zumal der Zuschauer nicht nach zwei Minuten den weiteren Verlauf erahnen kann. Der schlappe Basic Instinct: Neues Spiel für Catherine Tramell, der 2006 in die Kinos kam, reicht allerdings in keiner Weise an das Original heran.

Foto: Kinowelt