Song und Tang arbeiten in einer der vielen nur unzulänglich gesicherten Kohlenminen im Norden Chinas. Als Tangs Bruder Chaolu enes Tages zu Besuch kommt, nutzen die beiden die Gunst der Stunde, erschlagen Chaolu, täuschen ein Minenunglück vor und verlangen von dem Minenbesitzer eine Entschädigung - andernfalls wollen sie den "Unfall" den Behörden melden. Der Besitzer zahlt, denn sein Betrieb arbeitet aufgrund der unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen illegal. Schon bald machen sich Song und Tang auf die Suche nach dem nächsten Opfer...

Der in Beijing lebende Regisseur Li Yang, der unter anderem in Berlin, München und Köln studierte, erzählt in seinem Langfilmregie-Debüt nach dem preisgekrönten Roman "Shenmu" von Liu Qingbang eine Geschichte,die so tatsächlich im heutigen Chna spielen könnte. Mit genauer Beobachtungsgabe und ohne falsche Emotionen zeigt Yang, der in Deutschland bereits drei Dokumentarfilme drehte, die Abgründe in der chinesischen Gesellschaft, zeigt das armselige und hoffnungslose Leben der Bergarbeiter, die jeden Tag von Neuem ihr Leben für ein karges Entgelt aufs Spiel setzen. Dafür gabs 2003 den Silbernen Bären in Berlin.

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