Argentinien, zur Zeit der Videla-Diktatur. Der angesehene Fußballprofi Claudio (Rodrigo de la Serna, Foto l.) wird eines Tages völlig überraschend von der Militärpolizei verhaftet. Man beschuldigt ihn - zu Unrecht - Mitglied einer oppositionellen Guerilla-Gruppe zu sein. Obwohl Claudio fortwährend seine Unschuld beteuert, verschleppt man ihn in ein Geheimgefängnis am Rande von Buenos Aires. Hier ist er über einen Zeitraum von 120 Tagen sadistischen Folterungen ausgesetzt - bis er mit einer Gruppe von Mithäftlingen einen Ausbruchsversuch wagt ...

Regisseur Adrián Caetano, der schon in dem Drama "Der rote Bär" die Missstände in seinem Land thematisierte, wandte sich in diesem mehrfach prämierten Politthriller, der auf einer wahren Geschichte beruht, einem der dunkelsten Kapitel der argentinischen Geschichte zu: Das spurlose Verschwinden von über 30000 seiner Landsleute, in der Zeit von 1977 bis 1983 unter dem diktatorischen Regime des General Jorge Rafael Videla, der sich 1979 an die Macht geputscht hatte und einen Menschen verachtenden Kampf gegen vermeintliche Terroristen führte. In präzisen wie schonungslosen und aufwühlenden Bildern lässt Caetano diese finstere Stück Vergangenheit, das die argentinische Öffentlichkeit noch heute beschäftigt, noch einmal aufleben.

Foto: ARD/Degeto