Frankreich 1941. Ein Oberleutnant der deutschen Wehrmacht, der exzellent französisch spricht, wird bei einem alten Mann und seiner Nichte einquartiert. Die Gastgeber wider Willen begegnen dem Offizier mit hartnäckigem Schweigen. Nichtsdestotrotz hält dieser jeden Abend leidenschaftliche Reden, in denen er Liebe zu Frankreich und zur französischen Literatur offenbart. Als er hört, dass seine deutschen Offizierskollegen es sich zum Ziel machen, den französischen Geist auszulöschen, bittet er um seine Versetzung an die Front.

In seinem ersten Film zeigt Jean-Pierre Melville, der spätere Meister des lakonischen Gangsterfilms, dass ein Film über den Krieg nicht immer mit Schlachtengetöse und teuren Spezialeffekten einhergehen muss. Er zeigt die persönlichen Konflikte, die sich durch den Krieg ergeben, in Gestalt eines doppelbödigen Kammerspiels. Neben der eindringlichen Inszenierung ist auch die ausgezeichnete Kameraarbeit ein Lob wert.