Im französischen Küstenort Saint-Jean-des-Monts finden ein exakt geplanter und durchgeführter Banküberfall statt. Anführer der Diebesbande ist Simon, Nachtklubbetreiber in Paris. Genau dort trifft er sich wenig später mit dem Polizeikommissar Edouard Coleman. Obwohl der Polizist von Simons zweiter Existenz weiß, sind die beiden seit Jahren nicht nur Freunde - sie lieben auch das gleiche Mädchen: Cathy. Dann erfährt Coleman von einer Angestellten des Nachtklubs, dass Simon einen noch größeren Coup plant ...

Nach dem herausragenden Erfolg von "Der eiskalte Engel" und dem Krimi "Vier im roten Kreis" arbeiteten Jean-Pierre Melville und sein Hauptdarsteller Delon auch in dem letzten Film des Regisseurs miteinander. Ungewöhnlich war vor allem, das Melville Delon nicht etwa in der Rolle des Ganoven besetzte, sondern ihn dieses Mal als Kommissar präsentierte. "Ober- und Unterwelt verschmelzen zu einem mythisch überhöhten Männeruniversum, in dem sich eine schicksalsschwere Tragödie abspielt", erkannte das Lexikon des Internationalen Films richtig. Denn Melvilles letzter Film vereint noch einmal seine Topoi und seine typischen Figuren. Ein Höhepunkt: der spektakuläre Stunt mit dem Hubschrauber und dem fahrenden Zug.

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