Paris, 1944: Namhafte Offiziere der deutschen Wehrmacht versuchen gegen Hitlers Durchhalteplan zu manövrieren. Sie wollen den Alliierten die Verteidigunspläne der deutschen Armee zuspielen. Mittler ist der junge Hauptmann Fürstenworth, dessen Onkel zu den Verschwörern zählt. Doch man hat Pech: der junge Offizier wird geschnappt, verhaftet, verhört, doch er schweigt - der guten Sache zuliebe. Sein Onkel begeht Selbstmord, er selbst stirbt aufrecht wie ein Mann ...

"Der Fuchs von Paris" von Paul May ("08/15") erzählt die Geschichte eines misslungenen Verrats im Paris von 1944 und ist ein typischer Film der Adenauer-Ära, der sich solidarisch mit dem politischen Trend verhält: Man spricht im Kino vom sinnlosen Krieg eines Wahnsinnigen und rettet die Ehre der deutschen Wehrmacht, ein paar Gestapo- und SS-Verantwortliche sind natürlich auch böse. Das Volk ist schicksalshaft in den Krieg geschlittert, der kleine Mann muss die Suppe, die ihm die da oben eingebrockt haben, auslöffeln. Dadurch ist das Ansehen der deutschen Wehrmacht vom Makel gereinigt. So sieht Paul May 1957die Lage, er ist nicht der einzige, und Hardy Krüger ist ein dankbarer Werbeträger solcher Ideologie.

Foto: Das Vierte