Bei einem Zoobesuch kauft sich Marisa Kendall einen kleinen Alligator. Ihr entsetzter Vater spült das junge Reptil sofort die Toilette hinunter, als er davon erfährt. Zwölf Jahre später: Der Alligator lebt noch immer, vollkommen unbemerkt. Er ernährt sich von Hundeleichen, die von einem großen Pharmazieunternehmen in die Kanalisation entsorgt werden. Die illegal gehaltenen Tiere werden zuvor mit experimentellen Stoffen gefüttert, die das Wachstum fördern - eine Menge an Hormonen, die für die immer imposanter werdenden Ausmaße des Riesenreptils verantwortlich sind. Als Leichenreste in der Kanalisation Chicagos gefunden werden, wird Inspektor David Madison auf den Fall angesetzt ...

Bevor John Sayles auch als Regisseur Karriere machte - zu diesem Zeitpunkt hatte er lediglich einen Film in Szene gesetzt - finanzierte er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Drehbüchern, bevorzugt für Horrorfilme. Denn in Gefolge von Steven Spielbergs Mega-Hit "Der weiße Hai" (1974) wurde alles mögliche Viehzeugs auf die Menschheit losgelassen, so etwa auch in Joe Dantes "Piranha", für den Sayles 1978 das Drehbuch geliefert hatte. In diesem Mix aus Monster- und Horrorfilm, für den Sayles geschickt Meldungen aufgriff, die von ausgesetzten Krokodilen und ähnlichem berichteten, macht sich der solide aufspielende Robert Foster auf die Suche nach dem Mörder-Alligator (so ein deutscher Alternativtitel). Von Lewis Teague mit ironischen Brechungen inszeniert, ist dies einer der besseren Filme des Genres.

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