Es war der perfekte Mord: Melchior Kimmel kauft sich eine Kinokarte, grüßt im Zuschauerraum einen alten Bekannten - und verlässt dann während des Films heimlich und unbeobachtet den Saal. In seinem Wagen folgt er einem Reisebus, mit dem seine Frau Hélène die Stadt und ihn verlässt. Als der Bus eine Rast einlegt, bittet Kimmel seine Frau abseits der Mitreisenden um eine letzte Aussprache - was jedoch nur ein Vorwand ist, um sie hinter einem Gebüsch schnell und geräuschlos umzubringen. Erleichtert und zufrieden fährt Kimmel in die Stadt zurück. Sein Alibi für die Tatzeit ist wasserdicht: Er war im Kino, dafür gibt es Zeugen. Doch die Zeitungsmeldungen über den mysteriösen Mord an Hélène Kimmel wecken das Interesse des unscheinbaren Walter Saccard. Auch er ermordet seine Frau auf ähnliche Weise. Das ruft den jungen und überaus ehrgeizigen Inspektor Corby auf den Plan, der überzeugt davon ist, dass der Fall Hélène Kimmel und der Fall Laura Saccard etwas miteinander zu tun haben ...

Nach dem Roman "Der Stümper" von Patricia Highsmith drehte Claude Autant-Lara diesen Kriminalfilm mit Top-Besetzung. Die selten gezeigte Regiearbeit von Autant-Lara ist zwar gut inszeniert und gespielt, kommt aber nicht über kriminalistisches Mittelmaß hinaus. Das Drehbuch lieferte das eingespielte Autoren-Duo Jean Aurenche (1904-1992) und Pierre Bost (1901-1975), die zwischen 1943 und 1974 miteinander die Vorlagen für mehr als 30 Filme schrieben, darunter Klassiker wie "Der Uhrmacher von St. Paul" und "Der Richter und der Mörder".

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