Texas: Der alte Rancher Homer Bannon liebt die Tradition und züchtet immer noch Rinder, statt wie seine Nachbarn nach Öl zu bohren. Zwischen ihm und seinem jähzornigen Sohn Hud kommt es deshalb zu ständigen Auseinandersetzungen. Als Horner auf amtsärztliche Anordnung den gesamten Viehbestand der Ranch wegen Maul- und Klauenseuche töten muss, will Hud seinen Vater deswegen entmündigen lassen und das Vieh dem staatlichen Zugriff entziehen. Dennoch - und trotz seiner zahlreichen Affären - fühlt sich die Haushälterin Alma zu Hud hingezogen. Als er sie jedoch zu vergewaltigen versucht, tritt Huds 17-jähriger Neffe Lon dazwischen. Hud schlägt ihn brutal zusammen und eröffnet ihm, dass er durch sein rücksichtsloses Fahren vor Jahren den Unfalltod seines Vaters verschuldete ...

Nach dem Roman "Horseman, Pass By", das 1961 erschienene Debüt des späteren Pulitzer- und Oscar-Preisträgers Larry McMurtry ("Brokeback Mountain", "Die letzte Vorstellung"), inszenierte Martin Ritt diesen mit drei Oscars (Patricia Neal als beste Schauspielerin, Melvyn Douglas als bester Nebendarsteller und an James Wong Howe für die beste Kameraführung) gekrönten Western-Klassiker. Ritt setzte in seiner fesselnden Verfilmung nach den Erfolgen von "Der lange heiße Sommer" (1958), "Paris Blues" (1960) und "Hemingways Abenteuer eines jungen Mannes" (1961) wieder auf fulminate Spiel seines Dauerdarstellers Paul Newman, mit dem er später auch "Carrasco, der Schänder" und "Man nannte ihn Hombre" drehte. Newman erhielt für sein Spiel ebenfalls eine Oscar-Nominierung (bester Hauptdarsteller), musste sich aber Sidney Poitier geschlagen geben, der für seine Rolle in "Lilien auf dem Felde" mit dem begehrten Preis ausgezeichnet wurde.

Foto: Servus TV