Nach einem Gerichtsprotokoll aus dem Jahr 1825 erzählt der Film vom authentischen Schicksal armer hessischer Bauern, die ihrem Elend entkommen möchten, indem sie einen Geldtransport ihres habgierigen Fürsten überfallen. Doch ihr Glück ist von kurzer Dauer, denn ihr plötzlicher Reichtum macht sie schnell verdächtig.

Mit seinem fünften Spielfilm "Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach" inszenierte Volker Schlöndorff 1970 einen der besten Filme des Neuen Deutschen Films nach Oberhausen. In kargen Schwarzweiß-Bildern verarbeitete Schlöndorff in dem Heimatdrama einen Bericht mit dem Titel "Der Postraub von Subach", den der Kriminalsekretär Carl Franz im Jahre 1825 verfasste. Überzeugend sind auch die darstellerischen Leistungen, in Nebenrollen sind Schlöndorffs damalige Ehefrau Margarethe von Trotta, Regie-Kollege Rainer Werner Fassbinder und Filmkritiker Joe Hembus zu sehen.

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