Die Familie Mann in den Jahren 1923 bis 1933: Literatur-Nobelpreisträger Thomas Mann hat es zu Ansehen und Wohlstand gebracht, doch seine Kinder Klaus und Erika experimentieren mit Drogen und Sex. Als die Nazis an Macht gewinnen, denkt die Familie immer öfter an Emigration. 1933 bis 1941: Während sich Thomas Mann mit Katia in der Schweiz aufhält, durchsuchen SA-Leute seine Villa in München. Der Dichter befürchtet, dass den Nazis seine im Haus zurückgelassenen Tagebücher in die Hände fallen könnten ...

Der ambitionierte Dreiteiler von Heinrich Breloer ("Todesspiel", "Wehner - die unerzählte Geschichte") führt durch das Leben der berühmten Schriftstellerfamilie Mann. Dabei liefert der Regisseur zugleich ein buntes Kaleidoskop des 20. Jahrhunderts als Mix aus Zeitzeugen-Interviews, Erinnerungen und Spielszenen. Das spannende Thema krankt etwas an der trockenen Umsetzung von Doku-Drama-Spezialist Breloer und Armin Mueller-Stahl bietet hier nicht so eine starke Leistung wie Jürgen Hentsch. Trotzdem: Dank des packenden Hintergrunds ist die zweite Folge sicherlich die interessanteste Folge des Dreiteilers.

Foto: WDR/Bavaria/Sibylle Anneck