Der altägyptischer Hohepriester Im-Ho-Tep hat ein Sakrileg begangen, als er mit der Pharaonentochter Anck-Es-En-Amon, die als Priesterin der Isis das Gelöbnis der Keuschheit abgelegt hatte, eine Liebesaffäre begann. Sein Sündenregister erhöhte sich noch, als er die Geliebte mit einem Zauberspruch aus dem Buch von Toth zurück ins Leben holen will. Allerdings unterbrachen Häscher die unheilige Zeremonie und Im-Ho-Tep wurde lebendig einbalsamiert - zusammen mit dem Erweckungstalisman. 3700 Jahre später, im Jahr 1921, findet eine Expedition des Britischen Museums seine Mumie, ein junger Wissenschaftler entziffert den Zauberspruch und holt Im-Ho-Tep so ins Leben zurück. Ein böser Fehler ...

Wem die Geschichte bekannt vorkommt, der täuscht sich nicht: 1999 lief die Die Mumie gleichen Titels von Stephen Sommers mit Brendan Fraser in unseren Kinos. Der vorliegende Film war das Regie-Debüt des grandiosen Kameramannes Karl Freund, der seit den Stummfilmtagen über 80 Filme fotografierte und den deutschen Expressionismus entscheidend mitprägte. Zu seinen Arbeiten gehören Fritz Langs "Metropolis", Murnaus "Der brennende Acker", "Der Golem, wie er in die Welt kam", der Schnitt-Klassiker "Berlin - Die Sinfonie der Großstadt", Tod Brownings "Dracula", "Die gute Erde" und Fred Zinnemanns "Das siebte Kreuz". So wundert es nicht, dass in "Die Mumie" Dekor und Bild eine wichtigere Rolle spielt als die eigentliche Geschichte.

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