Um das Jahr 1000 n. Chr. verbreiten die Wikinger im Norden Europas Angst und Schrecken. Bei einem ihrer Raubzüge kassieren sie den jungen englische Herzog Alwin ein und verhökern ihn als Sklave nach Norwegen. Käuferin ist die schöne Helga, die als Waisin in der Obhut des Wikingerfürsten Leif Ericsson aufgewachsen ist. Der macht sich unterdessen auf neues Land im Westen zu entdecken, und nach mancherlei Abenteuern und Unbill sind am Ende alle zufrieden: Helga und Alwin "kriegen sich" - und Amerika ist entdeckt!

"Die Teufel der Nordsee" ist einer der ersten Filme, die zur Gänze in Zweifarbentechnicolor gedreht wurden. Von dem damals schon existierenden Tonfilm machte man hingegen keinen Gebrauch. Mit gutem Grund: Die ersten Tonfilme waren, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, geschwätzig und schwerfällig. Erst viele Jahre später sollte der Tonfilm sich zur formalen Virtuosität und Beweglichkeit des späten Stummfilms aufschwingen. Regisseur Roy William Neill wurde in den 30er und 40er Jahren als solider Mann für B-Filme bekannt. So drehte er zahlreiche Folgen aus der Filmreihe um Sherlock Holmes (mit Basil Rathbone). Hauptdarsteller Donald Crisp hatte eine ungewöhnlich lange Karriere in Hollywood. Schon 1908 kam er zum Film. Dann war er in beiden Meisterwerken von David Wark Griffith dabei: "Die Geburt einer Nation" (1915) und "Intoleranz" (1916). Zu seinen weit über hundert Filmen zählen viele Klassiker wie "Sturmhöhe" (1939) von William Wyler. Sein letzter Film war "Sommer der Erwartung" (1963) von Delmer Daves.