Der bekannte Schürzenjäger Alexis wird auf die Festung Tossenstein strafversetzt. Unterwegs fällt er der schönen Räubertochter Rischka in die Hände, in die er sich sofort verliebt, und die ihm - halb Beute, halb Treuepfand - seine Uniformhose abknöpft. Nach seiner Ankunft beauftragt ihn der Kommandant von Tossenstein mit einer Strafexpedition gegen die Räuberbande. Rischka gibt sich nach einem kurzen Geplänkel geschlagen, Alexis erhält zur Belohnung die Hand der Kommandantentochter Lilli: nicht gerade eine Liebesheirat. Alexis und Rischka sind untröstlich. Eine überraschende Begegnung zwischen den beiden jungen Frauen bringt jedoch wieder Ordnung in die Irrungen und Wirrungen der Liebe...

"Die Bergkatze" war der erste große kommerzielle Flop von Ernst Lubitsch, der den Film jedoch sehr schätzte. Lubitsch hatte die Idee, den Film auf eine nur gedanklich getragene Groteske hin zu inszenieren. Für die Ausstattung engagierte er den Maler und Bühnenbildner Ernst Stern, der lange Jahre für Max Reinhardt gearbeitet hat. Er setzte Lubitschs Vorstellungen in einer Architektur um, die die Stilmittel des Expressionismus konsequent parodiert. Darüber hinaus legte Lubitsch über viele Einstellungen schwarze Passepartouts unterschiedlichster Formen - oval, rund, gezackt, gewellt. So entstand ein Film, der nicht nur als eine frühe Militärparodie, sondern auch als geniales Formexperiment in die Filmgeschichte eingegangen ist. Im Bundesarchiv/Filmarchiv Berlin hat sich das Kameranegativ des Films erhalten, das umkopiert und mit neuen Zwischentiteln nach der überlieferten Zensurkarte komplettiert wurde. Die neue Musik, geschrieben für ein Solistenensemble von acht Instrumenten, entstand im Auftrag von Arte/ZDF und der Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung. Ihre Uraufführung erlebte sie Anfang Juli 2000 im Rahmen von Cinema Ritrovato, dem Internationalen Filmfestival von Bologna, wo jedes Jahr eine Reihe aktuell restaurierter Filme vorgestellt werden.