Der staatliche Terror hat in Argentinien ein kollektives Trauma hinterlassen: Vor 23 Jahren, im April 1977, protestierten die Mütter auf der Plaza de Mayo in Buenos Aires zum ersten Mal gegen die Menschenrechtsverletzungen und das Verschwinden ihrer Kinder während der Militärdiktatur (1976- 1983). Nach offiziellen Angaben verschwanden in Argentinien etwa 8000 Menschen spurlos, Menschenrechtsorganisationen dagegen sprechen inzwischen von 30000 Ermordeten. 1990 erließ Präsident Menem eine Amnestie und begnadigte die unter schwere Vorwürfe geratenen Soldaten.

Der ehemalige Werbefilmer Luis Puenzo lieferte mit seinem fesselnden Drama am Beispiel mehrerer Personen ein Stück Vergangenheitsbewältigung. Der Film erhielt 1984 den Oscar als bester fremdsprachiger Film.